• Hitzewelle stützt Strom-, Gas- und CO2-Preise
  • Hamburger „Zentrum für Ressourcen und Energie“ ein Fiasko
  • Ende einer Ära: Deutschlands Atommüll komplett zurück
  • USA zahlen nochmal für die Verhinderung von Windparks
  • Equinor weitet Erdgasförderung in der Nordsee aus
  • Stadtwerke Osnabrück: Gewinn mithilfe der Stadt
  • VNG macht mit algerischem Gasexporteur weiter
  • Energy Metering übernimmt Messstellenbetrieb für Maingau
  • Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk
  • Potsdam und Geoforscher erkunden Tiefengrundwasser
Enerige & Management > Atommülllager Asse - Fässer in Kammer 12 erstmals sichtbar
Quelle: Shutterstock / lassedesignen
ATOMMÜLLLAGER ASSE:
Fässer in Kammer 12 erstmals sichtbar
Die radioaktiven Abfälle sollen aus der Schachtanlage Asse geborgen werden. Nun war ein erster Blick in eine Kammer möglich, die als eine starke Radonquelle gilt.
 
Auf dem jahrelangen Weg zur Bergung des radioaktiven Mülls aus der Schachtanlage Asse im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel konnten die Betreiber nach eigenen Angaben erstmals in die Einlagerungskammer 12 blicken. Nach einer Erkundungsbohrung in 750 Metern Tiefe wurden durch ein tennisballgroßes Loch einige Fässer erkennbar, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mitteilte. „Unser erster Eindruck ist, dass zumindest die sichtbaren Fässer in einem guten Zustand sind“, sagte BGE-Chefin Iris Graffunder. 

Ziel sei nun, die Kammeratmosphäre und Aktivitätswerte zu analysieren. „Dafür brauchen wir mehr Platz und müssen die Bohrung noch erweitern“, sagte Graffunder. In der Einlagerungskammer 12 befinden sich nach Angaben der Betreibergesellschaft 7.464 Gebinde, davon 6.747 Fässer und 717 sogenannte Verlorene Betonabschirmungen, die dort in den Jahren 1973 und 1974 liegend gestapelt wurden. 

Bekannt wurde die Kammer laut BGE, weil sich im Zugangsbereich ein Sumpf mit kontaminierter Lösung bildete. Dies sei auch ein Grund dafür gewesen, die Schachtanlage Asse II im Jahr 2009 unter das Atomrecht zu stellen. Die Kammer zählt nach Angaben der Bundesgesellschaft zu den Radonquellen in der Schachtanlage. 

Insgesamt liegen in der Schachtanlage in 13 Kammern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die in den 60er und 70er Jahren dort eingelagert worden waren. Da die Asse seit Jahren als instabil gilt, sollen die Fässer zurückgeholt werden. Dass dies geschehen muss, ist seit Jahren gesetzlich geregelt. Für die Stilllegung und Räumung ist die Betreibergesellschaft BGE mit Sitz in Peine verantwortlich. Nach jüngsten Plänen soll frühestens 2033 mit der Rückholung der Abfälle begonnen werden. 
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 14.08.2025, 16:49 Uhr

Mehr zum Thema