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Enerige & Management > Unternehmen - EWE verkauft polnische Gesellschaften 
Quelle: EWE
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EWE verkauft polnische Gesellschaften 
Der Energieversorger EWE will sich von seinem polnischen Gasgeschäft trennen. Übernehmen soll es einer der größten privaten Energieunternehmen in der baltisch-finnischen Region. 
 
Der Oldenburger Energieversorger EWE plant, sich von seiner EWE-Gruppe in Polen zu trennen, teilte das Unternehmen am 1. November mit. Davon betroffen sind ein Erdgasverteilnetz in Westpolen und alle Geschäftszweige des Energievertriebs. Als zweitgrößter privater Netzbetreiber Polens betreibt EWE Polska ein Erdgasverteilnetz von 2.316 Kilometern in Westpolen und versorgt mehr als 25.000 Kunden mit Erdgas und Strom. 

Übernehmen will den Geschäftsbereich Eesti Gaas mit Sitz in Tallinn, einer der größten privaten Energieunternehmen in der baltisch-finnischen Region und Teil der Investmentgesellschaft Infortar. Der Abschluss der Transaktion erfordert allerdings noch die Genehmigung der polnischen Wettbewerbsbehörde sowie die Zustimmung des Aufsichtsrats der EWE AG. Eesti Gaas will nach eigenen Angaben mit dem Kauf seine Expansion nach Mittel- und Westeuropa fortsetzen. 

Die Oldenburger wollen sich hingegen vermehrt auf das Kerngeschäft konzentrieren. EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler teilte dazu mit. „Hierzu fokussieren wir uns einerseits auf definierte strategische Wachstumsfelder wie beispielsweise den Ausbau erneuerbarer Energien und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und andererseits auf unsere Kernregionen, in denen wir besondere Verantwortung für das Gelingen der Transformation tragen.“ Damit gehe einher, dass EWE auch Portfolioentscheidungen treffe. 

Eesti Gaas ist international unter der Marke Elenger tätig und in sechs Märkten aktiv – Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Der Versorger bedient über 400.000 Kundinnen und Kunden. Das Geschäftsfeld der Gruppe umfasst den Energieverkauf und -handel, die Energieinfrastruktur und die Energieproduktion. Das Unternehmen vertreibt nach eigenen Angaben Erdgas westlicher Herkunft und selbst produziertes Biomethan und betreibt Gasverteilnetze in Estland und Lettland mit einer Gesamtlänge von 7.000 Kilometern. Und es verkauft auch Strom. Die Eesti Gaas Gruppe beschäftigt 900 Mitarbeitende und setzte im zurückliegenden Jahr rund 1 Milliarde Euro um.
 

Heidi Roider
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