• US-Zölle sorgen für Preisabgaben
  • Solarverband kritisiert Fußball-Klub für Wahl des Modulherstellers
  • Regas fragt LNG-Bedarf für Mukran-Terminal ab
  • EU-Kommission muss Klimaziel für 2040 vielleicht abschwächen
  • Umfrage sieht Atomkraftbefürworter vorn
  • Süwag produziert ungewöhnliche Erklärvideos fürs Netz
  • Grüner Wasserstoff als „riskante Wette“
  • BP-Verwaltungsratschef zieht Konsequenzen aus Schwenk
  • Ambergs Versorger kauft insolvente Baufirma und hat große Pläne
  • PNE erhält Genehmigung für fast 61 MW Windkraftleistung
Enerige & Management > Bilanz - Evonik profitiert vom Konzernumbau
Quelle: Evonik
BILANZ:
Evonik profitiert vom Konzernumbau
Evonik hat 2024 ein positives Konzernergebnis erzielt. Vom konzernweiten Effizienzprogramm verspricht man sich bis Ende 2026 Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.  
 
Der Chemiespezialist Evonik hat sich 2024 trotz der wirtschaftlichen Flaute in Deutschland gut geschlagen und deutlich mehr verdient. „Wir sind im politischen und wirtschaftlichen Gegenwind des vergangenen Jahres gewachsen! Wir sind robuster geworden“, sagte Evonik-Chef Christian Kullmann bei der Vorlage der Bilanzzahlen. Das werde sich für dieses Jahr weiter auszahlen, obwohl das Umfeld schwierig bleibe.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm nach den präsentierten Evonik-Zahlen 2024 um 25 Prozent auf 2,065 Milliarden Euro zu. Gemessen an der bereinigten Ebitda-Marge erhöhte sich die Profitabilität entsprechend deutlich von 10,8 Prozent im Vorjahr auf 13,6 Prozent in 2024 zu. Während der Umsatz bei 15,2 Milliarden Euro stagnierte, wird ein positives Konzernergebnis von 222 Millionen Euro ausgewiesen nach einem Verlust von 465 Millionen Euro vor Jahresfrist. Die Dividende soll bei 1,17 Euro je Aktie stabil bleiben.

Das angekündigte konzernweite Effizienzprogramm Evonik Tailor Made will Evonik konsequent umsetzen und die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um rund 400 Millionen Euro drücken. Nach den Worten von Personalvorstand Thomas Wessel ist der auf drei Jahre angelegte Konzernumbau 2024 „bereits eine große Strecke vorangekommen“. Wessel geht davon aus, dass der Konzern bis Ende 2026 mit 2.000 Arbeitsplätzen weniger auskommt. 1.500 Stellen sollen in Deutschland wegfallen.

Seine Ressourcen konzentriert Evonik im Zuge einer neuen Innovationsstrategie auf biobasierte Lösungen sowie Produkte und Anwendungen für die Energiewende und die Kreislaufwirtschaft. Sehr erfolgreich entwickelten sich nach den Angaben die sogenannten Next Generation Solutions, die einen nachgewiesenen Nachhaltigkeitsvorteil beim Kunden generieren: Sie machen inzwischen 45 Prozent des Konzernumsatzes aus.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Evonik-Vorstand zuversichtlich. Im ersten Quartal wird ein bereinigtes EBITDA über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (522 Millionen Euro) vorausgesagt und für das Gesamtjahr ein Wert zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro erwartet. Obwohl Evonik etwa 30 Prozent des Umsatzes in den USA erwirtschaftet, zeigte Firmenchef Kullmann sich gegenüber möglichen US-Zöllen relativ gelassen Der Konzern sei dagegen geschützt, weil annähernd 80 Prozent der in den USA verkauften Produkte auch im Land produziert würden, sagte er.
 

Hans-Willy Bein
© 2025 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 06.03.2025, 10:15 Uhr

Mehr zum Thema