• Verhaltener Handel vor Trump-Ankündigungen
  • Neuer Posten für Heike Heim
  • Potenzial von Stromautos bei Engpässen im Netz nachgewiesen
  • Solider Gewinn und viel zu investieren
  • Wärme aus dem Abwasserkanal
  • Rechenzentrum am Standort der Stadtwerke Menden
  • Varta schließt strategische Restrukturierung ab
  • 50 Hertz startet ersten Markt für Blindleistung
  • Erdgasförderung im Verdacht Erdbeben bei Oldenburg ausgelöst zu haben
  • 700 Milliarden Euro Einsparung im Stromsektor möglich
Enerige & Management > Bilanz - EVO steigert Jahresüberschuss
Quelle: Fotolia / Eisenhans
BILANZ:
EVO steigert Jahresüberschuss
Die Energieversorgung Offenbach schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Überschuss von 27 Millionen Euro ab. Die Dividende fällt schmäler aus als im Vorjahr.
 
Positiver Rückblick in Offenbach: „Es war ein gutes und erfolgreiches Jahr“, sagte der Vorstandsvorsitzende des kommunalen Energieversorgers bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2024. Den Jahresüberschuss der Energieversorgung Offenbach (EVO) bezifferte Christoph Meier 27 Millionen Euro. Im Jahr 2023 standen 25,8 Millionen Euro unter dem Strich.

Das Plus führte der EVO-Chef zum einen auf ein gutes Ergebnis aus dem Windgeschäft zurück. Zum anderen hätten dazu höhere Stromnetzentgelte aufgrund der Investitionen der EVO in das Stromnetz beigetragen. Diese beiden Faktoren überwogen die geringeren Margen im Vertrieb, erklärte Meier und verwies auf die starke Konkurrenz im Stromgeschäft.

Die 27 Millionen Euro Jahresüberschuss dürften als Marke stehen bleiben. Meier rechnet für die kommenden Jahre mit sinkenden Ergebnissen. Es sei absehbar, dass die Beiträge aus dem Windgeschäft geringer ausfallen werden.

Die Umsatzerlöse der AG summierten sich 2024 auf 476,4 Millionen Euro – ein Rückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Das Investitionsvolumen stieg nach Unternehmensangaben um mehr als 11 Millionen auf 38,3 Millionen Euro. Das Eigenkapitalpolster wuchs von 193,9 auf 200,7 Millionen Euro.

Ebit der EVO-Gruppe gesunken

Deutliche Abstriche machen musste die EVO-Gruppe. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um gut 22 Prozent auf 56,4 Millionen Euro. Als Gründe nannte der Vorstand höherer Kosten für die Kohlebeschaffung und niedrigere Vertriebsmargen.

Den Gürtel etwas enger schnallen müssen die Aktionäre. An die beiden Hauptaktionäre, die die MVV Energie AG und die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH, die jeweils 48 Prozent der Anteile halten, schütten die EVO für 2024 9,2 Millionen Euro aus. Davor waren es 9,8 Millionen Euro. 

Gewachsen ist die Zahl der Beschäftigten der EVO-Gruppe. Zum Stichtag 30. September betrug sie 679, 30 mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2023.

Gut vorangegangen ist nach Unternehmensangaben mit den beiden Großprojekte der EVO – die Ertüchtigung des Hochspannungsnetzes für Stadt und Kreis Offenbach sowie der Umbau des EVO-Energiewerks zu einem Zentrum der Dekarbonisierung. „Die Planungen für das Kraftwerk und die Bauarbeiten an unserem Stromnetz schreiten planmäßig voran“, so Technikvorstand Günther Weiß.
 
Geschäftsentwicklung der EVO AG
Kennzahlen 2024 2023
Umsatz, inkl. Stromsteuer (Mio. Euro) 476,4 493,6
Finanzergebnis (Mio. Euro) 12,4 0,7
Jahresüberschuss (Mio. Euro) 27 25,8
Stromabsatz (Mio. kWh) 861,3 945
Fernwärmeabsatz (Mio. kWh) 451,3 445,2
Gasabsatz (Mio. kWh) 651 544
Quelle: EVO
 

Manfred Fischer
© 2025 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 26.02.2025, 17:15 Uhr

Mehr zum Thema