
Die Außenminister der EU haben am 25. Januar alle Vertragsparteien des Pariser Abkommens aufgerufen, ihre Selbstverpflichtungen
zum Klimaschutz zu erhöhen. Im Vorfeld der nächsten Klimakonferenz, die Ende des Jahres in Glasgow stattfindet, müsse jedes
Land eine Strategie für eine langfristig emissionsfreie Entwicklung vorlegen. Insgesamt blieben die globalen Anstrengungen
bislang hinter den Anforderungen des Klimaabkommens zurück, heißt es in einem Beschluss des Ministerrates, der einstimmig
angenommen wurde.
Die Außenminister erinnern daran, dass die EU der größte Geldgeber für den Klimaschutz sei. 2019 seien von den Mitgliedstaaten
sowie aus dem EU-Haushalt 23,2 Mrd. Euro öffentliche Mittel für den Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitgestellt worden.
Im Rahmen ihrer Klimadiplomatie will sich die EU dafür einsetzen, dass auch in anderen Ländern die Energieeffizienz verbessert
und mehr erneuerbare Energien eingesetzt werden. Gleichzeitig werde man sich dafür verwenden, dass weniger in die fossile
Infrastruktur investiert werde.
Der Ministerrat befürwortet einen weltweiten Ausstieg aus der Kohleverstromung und will alle internationalen Initiativen zur
Reduzierung der Methan-Emissionen unterstützen. Gleichzeitig wollen sich die EU-Staaten für eine sichere Energieversorgung
in den von der Energiewende betroffenen Ländern einsetzen.
Dienstag, 26.01.2021, 11:36 Uhr