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Enerige & Management > Kleinwasserkraft - Erstes Wasserkraftwerk ohne Staumauer hat Baurecht
Drei "Energyfish" erzeugen im Rhein Strom. Quelle: Energyminer GmbH
KLEINWASSERKRAFT:
Erstes Wasserkraftwerk ohne Staumauer hat Baurecht
124 „Energyfische“: Am Rhein bei St. Goar darf das weltweit erste Wasserkraftwerk entstehen, das ein freifließendes Gewässer ohne Betonbauten für Ökostrom nutzt − grundlastfähig.
 
Ökostrom an 124 Angelhaken: Das Start-up Energyminer aus Gröbenzell bei München meldet auf Nachfrage, dass die rheinland-pfälzische Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) die Errichtung eines neuartigen Wasserkraftwerks aus 124 „Energyfish“ am Rhein bei St. Goar komplett genehmigt hat.

Mit dem genehmigten Vorhaben am Rhein tritt Energyminer aus der Prototyp-Testphase heraus in die skalierbare Produktion der „Energyfish“. Sie sind ein Schwarm fischverträglicher und kaum sichtbarer Minikraftwerke, die an der Oberfläche wie Haiflossen aussehen. Sie werden am Seil in ein freifließendes Gewässer gelassen, ihre innenliegenden Schaufelräder erzeugen dort dann permanent Ökostrom. Es ist also weder eine Staumauer erforderlich noch eine auch nur teilweise Kanalisierung des Flusses.

Zuvor waren Prototypen unter anderem im Auer Mühlbach in München (wir berichteten) sowie in St. Goar selbst getestet worden. Im April meldete Energyminer ebenfalls eine Genehmigung für den Lech bei Augsburg, allerdings bezog sie sich lediglich auf fünf „Energyfish“.

Zur technischen Herausforderung der „Energyfish“ erklärte Chantel Niebuhr, Chief Technology Officer von Energyminer, in einer Unternehmensmitteilung: „Unsere Anlagen müssen in ständig wechselnden Strömungsbedingungen stabil bleiben − das ist die eigentliche technische Herausforderung. Wir legen jedes Detail so aus, dass sich das System selbst unter Extrembedingungen berechenbar verhält und im Dauerbetrieb zuverlässig arbeitet.“
 

Georg Eble
Redakteur
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