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Enerige & Management > Wasserstoff - Erste neue Wasserstoffleitung von OGE im Bau
Quelle: Shutterstock / petrmalinak
WASSERSTOFF:
Erste neue Wasserstoffleitung von OGE im Bau
OGE und Nowega bauen im Münsterland eine elf Kilometer lange Wasserstoffleitung. Sie ist Teil des geplanten 9.700 Kilometer umfassenden Wasserstoffkernnetzes.
 
Mit dem Baustart der Pipeline „HEp“ zwischen Heek und Epe beginnt im Münsterland der erste Neubauabschnitt einer Wasserstoffleitung durch die Open Grid Europe GmbH (OGE). Das Projekt ist Teil des künftigen deutschen Wasserstoffkernnetzes, das bis 2032 eine Länge von rund 9.700 Kilometern erreichen soll. Davon sollen etwa 6.200 Kilometer durch die Umstellung bestehender Erdgasleitungen auf Wasserstoff realisiert werden. Weitere rund 3.500 Kilometer werden vollständig neu gebaut. Insgesamt sollen in diesem Jahr rund 525 Kilometer Fernleitungen in Deutschland für den Wasserstofftransport vorbereitet oder umgerüstet werden (wir berichteten).

Die elf Kilometer lange Leitung „HEp“ (Heek–Epe) verbindet das Kavernenspeicherfeld in Epe im Kreis Borken, wo RWE Gas Storage West den ersten Wasserstoffspeicher errichtet, mit einer bestehenden Leitung vom Emsland ins nördliche Ruhrgebiet. Diese Bestandsleitung wird derzeit für den Transport von Wasserstoff umgewidmet. Die HEp-Leitung dient künftig als Verbindung zwischen Wasserstoffspeicher und überregionalem Fernleitungsnetz. Partner im Projekt sind die Fernleitungsnetzbetreiber OGE aus Essen und Nowega aus Münster, die jeweils 50 Prozent der Investition tragen. Die Leitung mit der Nennweite „DN 400“ (entspricht einem Innendurchmesser von rund 40 Zentimetern) soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Sie ist den Partnern zufolge ein zentraler Bestandteil der regionalen Wasserstoffinfrastruktur im Nordwesten Nordrhein-Westfalens, die künftig Erzeugung, Speicherung und Abnahme von grünem Wasserstoff miteinander verknüpfen soll.

Das Vorhaben ist Teil der Initiative Get H2 und wurde von der Europäischen Kommission als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) anerkannt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Initiative Get H2 will Akteure aus Energiewirtschaft, Netzbetrieb und Industrie miteinander vernetzen. Das Ziel ist der Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland. Der Fokus liegt auf dem Transport von grünem Wasserstoff aus Nordwestdeutschland in industrielle Verbrauchszentren. Dazu sollen Elektrolyseure, Speicher und Abnehmer durch ein offenes Wasserstoffnetz verbunden werden.
 

Davina Spohn
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