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Enerige & Management > Bilanz - Engie erhöht Jahresprognose
Der Hauptsitz von Engie Deutschland in Köln. Quelle: Engi / Olaf-Wull Nickel
BILANZ:
Engie erhöht Jahresprognose
Der Energiekonzern Engie hat im ersten Halbjahr 2026 sein operatives Ergebnis gesteigert und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. 
 
Der französische Energiekonzern Engie hat seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr erhöht. Das Unternehmen begründet dies laut Geschäftsbericht mit einer stabilen operativen Entwicklung sowie dem Ausbau der Geschäftsbereiche erneuerbare Energien, Batteriespeicher und Netzinfrastruktur. Zudem trug die seit Mai konsolidierte britische Netzgesellschaft UK Power Networks erstmals zum Konzernergebnis bei.

Das operative Ergebnis (Ebit) erreichte 5,3 Milliarden Euro und damit etwas mehr als im Vorjahr mit 5,1 Milliarden Euro. Organisch entspricht dies einem Anstieg um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 7,9 Milliarden Euro und fiel damit geringer aus als im Vorjahreszeitraum mit 8,3 Milliarden Euro. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (CFFO) belief sich auf 6,9 Milliarden Euro. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung stieg um 15,1 Milliarden Euro.

​Ausbau von Erneuerbaren und Netzen

Engie verfügte Ende des ersten Halbjahres über eine installierte Leistung aus erneuerbaren Energien und Batteriespeichern von 59.500 MW. Weitere 6.400 MW befinden sich im Bau. Im Vertrieb schloss das Unternehmen Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPA) mit einem Umfang von 2.400 MW ab. Das entspricht dem Doppelten des Vorjahreswertes.

Auch im Netzgeschäft baute Engie seine Aktivitäten aus. Das Unternehmen erhielt in Peru den Zuschlag für ein Projekt mit mehr als 400 Kilometern Stromübertragungsleitungen. Seit Mai fließen zudem die Ergebnisse des britischen Netzbetreibers UK Power Networks in den Konzernabschluss ein. Engie hebt aufgrund der guten Zahlen seine Prognose für den Nettogewinn an. Das Unternehmen erwartet nun einen Wert zwischen 4,9 und 5,5 Milliarden Euro.

Konzernchefin Catherine MacGregor sieht den Konzern durch den Ausbau CO2-armer Erzeugung, flexibler Erzeugungskapazitäten und der Netzinfrastruktur gut aufgestellt. Nach ihrer Einschätzung gewinnen Elektrifizierung, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung weltweit weiter an Bedeutung. Daraus leiteten sich zusätzliche Wachstumschancen für das Unternehmen ab. (hr)
 

Heidi Roider
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