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Enerige & Management > Smart Meter - Energy Metering übernimmt Messstellenbetrieb für Maingau
Quelle: Shutterstock / ARVD73
SMART METER:
Energy Metering übernimmt Messstellenbetrieb für Maingau
Die Octopus-Tochter Energy Metering stellt künftig intelligente Messsysteme für den hessischen Versorger bereit, installiert und betreibt sie.
 
Der Energieversorger Maingau mit Sitz im hessischen Obertshausen hat mit dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber Energy Metering eine bundesweite Kooperation vereinbart. Die Tochtergesellschaft von Octopus Energy wird künftig die Bereitstellung, Installation und den Betrieb der intelligenten Messsysteme von Kunden der Maingau übernehmen. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Partner hervor.

Laut einer Sprecherin des Versorgers aus dem Rhein-Main-Gebiet gehört mit der Mainnetz zwar ein grundzuständiger Messstellenbetreiber zum Unternehmensverbund der Maingau. Die Mainnetz sei allerdings als Verteilnetzbetreiber und grundzuständiger Messstellenbetreiber nur in drei Kommunen im Landkreis Offenbach tätig. Die Maingau Energie sei hingegen bundesweit im Stromvertrieb tätig. Deren Kunden, insbesondere diejenigen mit dynamischen beziehungsweise flexiblen Tarifen, werden nun über die gesamte Wertschöpfungskette des intelligenten Messwesens hinweg von Energy Metering betreut.

In der Mitteilung heißt es weiter, Energy Metering könne auch „komplexe Einbausituationen“ bewältigen. Als Beispiel nennen die Partner „1:n“, also die Anbindung mehrerer Zähler an ein Smart Meter Gateway.

Energy Metering arbeitet eng mit sogenannten Meter Asset Providern (MAP) zusammen, beispielsweise mit dem britischen Infrastrukturinvestor Calisen oder der Energiesparte des australischen Finanzkonzerns Macquarie. Im vergangenen Jahr hatte Calisen angekündigt, dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber aus der Octopus-Gruppe 100 Millionen Euro für die Hardware und die Installation von intelligenten Messsystemen zur Verfügung zu stellen.

Ein Meter Asset Provider übernimmt meist die Beschaffung der Geräte. Durch Mengenvorteile kann er im Regelfall bessere Konditionen für die Hardware erzielen, was sich finanziell direkt auf den Messstellenbetreiber auswirkt. MAP können auch den Einbau der Geräte vorfinanzieren, was den Cashflow des Messstellenbetreibers stärkt. Außerdem bieten MAP häufig auch an, über ihr Partnernetzwerk Installationskapazitäten und Dienstleistungen bereitzustellen, etwa Installationsschulungen oder die Smart-Meter-Gateway-Administration.
 

Fritz Wilhelm
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