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Enerige & Management > Wirtschaft - Energieintensive Industrie fährt Produktion zurück
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
WIRTSCHAFT:
Energieintensive Industrie fährt Produktion zurück
In manchen Branchen schrumpft die Produktion wegen hoher Energiepreise rasant. Mit ihr gehen Tausende Jobs verloren.
 
Hohe Energiepreise haben in Deutschland zu einer geringeren Produktion und Jobverlusten in besonders energieintensiven Industriebereichen geführt. Der Produktionsrückgang in ausgewählten Branchen wie Chemie, Papier, Glas oder Metallerzeugung fiel mit 15,2 Prozent seit Februar 2022 deutlich größer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte schließen den März dieses Jahres mit ein. 

Mit dem Produktionsrückgang gingen etliche Arbeitsplätze verloren. Im März 2026 arbeiteten 794.400 Menschen in energieintensiven Branchen, 6,3 Prozent weniger als im Februar 2022. Das entspricht einem Verlust von etwa 53.200 Stellen. Die Papierindustrie verlor anteilig am meisten (minus 8,6 Prozent), gefolgt von der Metallerzeugung und -verarbeitung (minus 7,1 Prozent). 

Raffinerien legen zu 

Eine Ausnahme bildet die Mineralölverarbeitung: Sie steigerte ihre Produktion um 24,6 Prozent und schuf sogar 1.000 neue Arbeitsplätze. Dort wurden insbesondere seit Januar 2026 deutliche Zuwächse verzeichnet.

Die energieintensiven Industriezweige benötigten im Jahr 2024 drei Viertel (75,6 Prozent) der insgesamt in der Industrie verbrauchten Energie. Größter Verbraucher war die Chemie mit einem Anteil von 27,9 Prozent vor der Metallerzeugung und -bearbeitung (23,7 Prozent) und der Mineralölverarbeitung (10,7 Prozent). Die wichtigsten Energieträger waren Erdgas mit einem guten Viertel (26,3 Prozent), Mineralöl (21,0 Prozent), Kohle (18,1 Prozent) sowie Strom (15,2 Prozent).
 

dpa
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Freitag, 15.05.2026, 14:34 Uhr

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