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Enerige & Management > Wasserkraft - Energie AG Oberösterreich: 400 Millionen Euro von der EIB
Quelle: Fotolia / colluceo
WASSERKRAFT:
Energie AG Oberösterreich: 400 Millionen Euro von der EIB
Zwei Kredite helfen bei der Finanzierung des 170-MW-Pumpspeicherkraftwerks Ebensee und beim Neubau des Laufwasserkraftwerks Traunfall, das drei historische Anlagen ersetzt.
 
Die mehrheitlich landeseigene Energie AG Oberösterreich erhielt von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Kredite über insgesamt 400 Millionen Euro für den Bau zweier Wasserkraftwerke. Davon fließen 320 Millionen Euro in die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee und die verbleibenden 80 Millionen in das Projekt Traunfall/Roitham, mit dem drei historische Anlagen ersetzt werden. Laut einer Aussendung der Energie AG vom 19. März wurden die Verträge bezüglich Ebensee bereits unterzeichnet. Jene zu Traunfall/Roitham bedürfen noch der Genehmigung des Aufsichtsrats der Energie AG. Auf Anfrage der Redaktion teilte das Unternehmen mit, die Kredite könnten „in mehreren Tranchen abgerufen“ werden. Ihre Laufzeit liege bei bis zu 20 Jahren.

Ebensee ist mit einem Investitionsvolumen von rund 450 Millionen Euro das bislang umfangreichste Einzelprojekt der Energie AG. Die Anlage mit einer Turbinenleistung von 170 MW befindet sich, wie berichtet, seit Oktober 2023 im Bau und soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Ihre technische Besonderheit besteht darin, dass sie den Traunsee etwa 70 Kilometer südwestlich der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz als Unterbecken nutzt.

Zurzeit wird nach Angaben der Energie AG die Kraftwerkskaverne weiter ausgebrochen und der Damm des Oberbeckens aufgeschüttet. Ferner geht der Vortrieb der Stollen vom Oberbecken zur Kaverne und von dieser zum Traunsee voran. Die Kaverne muss infolge der außerordentlich starken Regenfälle Mitte September 2024 noch besser abgedichtet werden. Daher könnte sich die Fertigstellung von Ebensee um „einige Monate“ verzögern, hieß es auf Anfrage.

Über hundert Jahre alt

Bezüglich Traunfall/Roitham etwa 45 Kilometer südwestlich von Linz schloss die Energie AG Anfang des Jahres die Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgreich ab. Der Beschluss des Aufsichtsrats über den Bau des 25 MW leistenden Laufkraftwerks ist für die Aufsichtsratssitzung Ende März geplant, verlautete gegenüber der Redaktion.

Ersetzt werden das derzeitige Kraftwerk Traunfall mit 9,9 MW sowie die Kleinanlagen Siebenbrunn mit 2,4 MW und Gschröff mit 0,39 MW. Gschröff stammt aus dem Jahr 1888, Siebenbrunn aus dem Jahr 1923. Dort wurde seinerzeit die erste Kaplanturbine Österreichs installiert. Traunfall ging in seiner ursprünglichen Form 1902 in Betrieb und wurde 1973 umfassend modernisiert.
 

Klaus Fischer
© 2025 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 19.03.2025, 12:45 Uhr

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