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Enerige & Management > Wirtschaft - Enercon sichert Finanzierung für weiteren Wachstumskurs
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
WIRTSCHAFT:
Enercon sichert Finanzierung für weiteren Wachstumskurs
Der Windanlagenbauer Enercon hat eine Garantielinie über 1 Milliarde Euro vereinbart und den verbliebenen Kredit des Wirtschaftsstabilisierungsfonds vorzeitig zurückbezahlt. 
 
Der Windenergieanlagenbauer Enercon hat seine Finanzierung neu aufgestellt und zugleich ein Kapitel seiner Unternehmenssanierung beendet, teilte das Unternehmen aus Aurich am 21. August mit. Das Unternehmen vereinbarte mit einem Konsortium aus elf Banken eine syndizierte Garantielinie über 1 Milliarde Euro. Grundlage ist ein neuer Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren. Enercon kann die Vereinbarung zweimal um jeweils ein Jahr verlängern.

Der Vertrag soll die Finanzierung der weiteren Geschäftsentwicklung absichern. Nach Angaben von Finanzvorstand Michael Jaxy enthält die Vereinbarung neben der Garantielinie weitere Möglichkeiten zur Unterstützung des Geschäfts. Das höhere Volumen und verbesserte Konditionen wertet das Unternehmen als Zeichen für das Vertrauen der Finanzierungspartner in die Geschäftsentwicklung und die weitere Strategie.

Kredit zurückgezahlt

Parallel zum Abschluss der neuen Finanzierung hat Enercon die letzten Raten eines Kredits des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) vorzeitig zurückgezahlt. Der Kredit wäre regulär bis Ende 2026 gelaufen. Enercon hatte 2022 insgesamt 500 Millionen Euro aus dem WSF erhalten. Die Mittel dienten der Stabilisierung des Unternehmens nach den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie.

„Damit ist die Restrukturierung Enercons auch formell erfolgreich abgeschlossen“, sagte Heiko Janssen, Vorstandsvorsitzender der Aloys Wobben Stiftung (AWS), Enercons Alleingesellschafterin. Die AWS hatte einen nach eigenen Angaben einen Turnaround-Prozess eingeleitet und geführt, nachdem Enercon 2019 infolge des Einbruchs des Onshore-Marktes in eine existenzielle Krise geraten war. 

Mit dem neuen Konsortialkreditvertrag wächst die Zahl der beteiligten Banken von zehn auf elf Institute. Commerzbank und Deutsche Bank koordinierten das Konsortium. Auch die staatliche Förderbank KfW beteiligt sich über das Förderangebot „Absicherungsinstrument für Transformationsindustrien“. (hr)
 

Heidi Roider
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