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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Elektroautos als Regelreserve
Bild: Pixabay, Joenomias
ELEKTROFAHRZEUGE:
Elektroautos als Regelreserve
Taugen die Batterien von E-Autos zur Bereitstellung von Regelenergie für das Stromnetz? Das wird derzeit in Feldversuchen erprobt.
 
Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW und der niederländische Smart-Charging-Plattform-Betreiber Jedlix analysieren in einem Feldtest das Potenzial von Elektrofahrzeugen für die Bereitstellung von Regelreserve. Jetzt sind zwei weitere Kooperationspartner dazugekommen: der Verteilnetzbetreiber Netze BW und der Regelleistungsanbieter Next Kraftwerke.

Next Kraftwerke unterstützt den Feldtest im Hinblick auf die kommunikative Anbindung der intelligenten Lademanagementplattform von Jedlix an das Netzleitsystem von Transnet BW. Damit wird die Steuerung des Fahrzeugpools entsprechend der Regelreserveaktivierung der Transnet BW ermöglicht.

Im Netzlabor "Intelligentes Heimladen" untersucht Netze BW am Standort Ringsheim mit acht Elektrofahrzeugen, wie sich Ladeeinrichtungen netzdienlich und kundenfreundlich steuern lassen. Diese acht Elektrofahrzeuge nehmen nun auch am Feldtest von Transnet BW und Jedlix teil. Durch eine Kooperation zwischen den beiden Netzbetreibern sollen neben der Analyse des Potenzials für Regelreserve auch die Auswirkungen der Regelreservebereitstellung und -lieferung auf das Verteilnetz untersucht werden.

An dem Feldversuch können insgesamt bis zu 100 Elektrofahrzeuge von BMW, Jaguar und Tesla sowie der Audi E-Tron teilnehmen. Freie Plätze sind vorhanden und weitere Teilnehmer willkommen. Voraussetzung ist, dass die Fahrzeuge in der Transnet-BW-Regelzone Baden-Württemberg zu Hause geladen werden. Informationen dazu: www.jedlix.com/de/transnetbw-project .

Auch andere Übertragungsnetzbetreiber sind aktiv

Der Feldtest von Transnet BW ist nicht der einzige seiner Art: Bereits seit Sommer 2020 hat Tennet ebenfalls ein Pilotprojekt mit Jedlix zur Bereitstellung von Sekundärregelleistung durch Elektrofahrzeuge durchgeführt. Und 50 Hertz hat im vergangenen November bekannt gegeben, in einem gemeinsamen Projekt mit der VW-Tochter Elli die Voraussetzungen für die Teilnahme von Fahrzeugen am Regelleistungsmarkt schaffen zu wollen.

In der Amprion-Regelzone hat schon 2018 ein Nissan Leaf Regelenergie geliefert. Ein Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers stellt allerdings klar, dass es sich dabei um ein Demonstrationsprojekt gehandelt hat. Es sei davon auszugehen, dass künftig Fahrzeugpools mit tausend oder noch mehr Autos Regelenergie bereitstellen werden, damit eine sichere Energielieferung auch gewährleistet sei.

 

Peter Koller
Redakteur
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Montag, 07.06.2021, 14:04 Uhr

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