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Enerige & Management > Speicher - EEW Premnitz integriert Batteriespeicher in Abfallheizkraftwerk
Industriepark Premnitz mit Abfallverwertungsanlage im Vordergrund, dahinter der abzureißende Schornstein des ehemaligen Industriekraftwerks. Quelle: EEW
SPEICHER:
EEW Premnitz integriert Batteriespeicher in Abfallheizkraftwerk
Die thermische Abfallverwertungsanlage in Premnitz (Brandenburg) wird um einen Batteriespeicher mit bis zu 15 MWh erweitert. Die Anlage soll dadurch künftig netzdienlich arbeiten.
 
Die thermischen Abfallverwertungsanlage EEW Premnitz (Brandenburg) wird zu einem Speicherkraftwerk ausgebaut. Dazu wurden Anfang Dezember nun drei Batteriespeichercontainer mit je 44 Tonnen angeliefert. Der Batteriespeicher kann im Endausbau bis zu 15 MWh Energie aufnehmen. Zuvor hatte ein Teleskopkran bereits die 38 Tonnen schwere Mittelspannungsschaltanlage gesetzt. Wechselrichter und Transformatoren stehen ebenfalls bereit. Die Energy from Waste (EEW) kooperiert beim Aufbau des Systems mit Tricera. 

Mit der Integration von Speichertechnologie am Standort Premnitz will die EEW die Rolle des Standortes als Energieversorger weiter ausbauen (wir berichteten). Premnitz produziert Strom für mehr als 40.000 Haushalte, zudem versorgt die Abfallverwertungsanlage den Industriepark mit Prozessdampf und erzeugt Fernwärme für Premnitz und die Statdt Brandenburg an der Havel. Künftig soll diese erzeugte Energie nicht mehr nur als Grundlast bereitgestellt, sondern flexibel und bedarfsgerecht eingespeist werden.

„Mit dem heutigen Schritt ist der letzte große Meilenstein vor der Inbetriebsetzung erreicht“, sagt EEW-Projektleiter Christian Schüttenhelm. „Mit dem Batteriespeicher wird unsere Anlage in Premnitz nicht nur flexibler, sondern auch zukunftsfähiger. Wir entwickeln unsere Kraftwerke gezielt zu netzdienlichen Speicherkraftwerken weiter – und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Energiewende.“ Premnitz wird nun als erster der 17 EEW-Standorte über einen Batteriespeicher verfügen. 

Die EEW-Gruppe ist ein Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft, das Abfälle nicht nur entsorgt, sondern als Ressource für Energie und Rohstoffe nutzt. An 17 Standorten in Europa mit etwa 1.400 Mitarbeitenden verwerten Anlagen jährlich rund fünf Millionen Tonnen Abfälle. Daraus wird Strom für 700.000 Haushalte erzeugt. EEW will bis 2030 klimaneutral und bis 2045 klimapositiv wirtschaften, wobei die CO2-Abscheidung eine zentrale Rolle spielen soll.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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