• Massive Kritik am Kraftstoffpaket
  • Ralf Libuda wird neuer Chef in Detmold
  • Leitsystem soll weitgehende Automatisierung ermöglichen
  • Bund öffnet Schatulle für Tübinger Großwärmepumpe
  • Netzentgelte für Strom in Deutschland von 2010 bis 2025
  • Irankrieg treibt die Preise weiter an
  • Der private Run auf Ökoenergien im Zeichen der Kriege
  • Gleitschirmfliegern geht die Luft aus im Streit mit der Windkraft
  • Belgisch-deutsche Zusammenarbeit für CCS diskutiert
  • Abwärme von Rechenzentrum für Potsdam und Wustermark
Enerige & Management > Wärme - Eberstadt Werke sollen Erneuerbare voranbringen
Bild: Fotolia, Detlef
WÄRME:
Eberstadt Werke sollen Erneuerbare voranbringen
Die Gemeinde Eberstadt (Baden-Württemberg) und die Heilbronner Zeag Energie AG wollen zusammen erneuerbare Energien, speziell den Ausbau eines Nahwärmenetzes voranbringen.
 

Eberstadts Bürgermeister Stephan Franczak (SPD) und Harald Endreß, Geschäftsführer der Zeag Erneuerbare Energien GmbH, haben den Gründungsvertrag für die "EberstadtWerke GmbH & Co. KG", einer Betreibergesellschaft für erneuerbare Energieanlagen, unterzeichnet. Franczak erklärte dazu: "Die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien wird künftig wesentlich dezentraler erfolgen und damit auch die Kommunen fordern." Man wolle die Energiewende in Eberstadt aktiv mitgestalten und dafür sorgen, dass alle Beteiligten vor Ort davon profitieren.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass solche Anlagen im Konsens und unter Beteiligung der Bevölkerung errichtet werden müssen", so Franc Schütz, Vorstand der Zeag Energie AG.

Und ein konkretes Projekt gibt es auch schon: Die Zeag hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Nahwärmenetz für das Baugebiet Kirchhofäcker-Krautgärten geplant, das sich aktuell im Bau befindet. In einer Energiezentrale soll aus Holzhackschnitzeln die Wärme für Heizung und Trinkwasser für zunächst rund 30 Neubauten erzeugt werden.

In einem weiteren Schritt ist geplant, auch den Eigentümern von Bestandsimmobilien in der Umgebung ein Angebot zum Anschluss ans Nahwärmenetz zu machen. Damit wolle die Gemeinde die Bürger auch beim Austausch alter Ölheizungen unterstützen, erklärte Franczak. Erdgas als Energiequelle stehe in diesem Bereich nicht zur Verfügung und Wärmepumpen seien bei Altbauten oft nicht effizient einsetzbar. "Aber mit unseren eigenen Nutzholzbeständen haben wir ein großes Potenzial für den effizienten Einsatz von Biomasse zur Wärmeversorgung, das wir mit den Eberstadt Werken erschließen möchten."

Vorgesehen ist auch, eine noch zu gründende Bürger-Energiegenossenschaft an den Eberstadt Werken zu beteiligen. "Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger an einer so wichtigen Aufgabe wie der Wärme- und Stromversorgung partizipieren kann", so Franczak.

 

Günter Drewnitzky
Redakteur
+49 (0) 8152 9311 15
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 30.04.2021, 13:36 Uhr

Mehr zum Thema