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STROMNETZ:
Deutschland beim weltweiten Netzausbau Nummer 1
Wer hätte das gedacht? Laut Bloomberg-Analysten steht Deutschland beim Ausbau seines Stromnetzes ganz vorne, vor China und Spanien. Allerdings hapert es enorm bei der Digitalisierung.
Bloomberg Media hat seinen „Global Grids Index“ vorgestellt. Dieser Index misst und vergleicht, wie gut die wichtigsten Energiemärkte
auf das Stromnetz der Zukunft vorbereitet sind. Dabei liegt Deutschland auf Platz eins, gefolgt von China und Spanien. Die
weiteren Plätze im Index belegen Italien und die USA.
Deutschland punktet beim Global Grids Index im Bereich Netzausbau und Anbindung erneuerbarer Energien, weist jedoch deutliche Schwächen bei der Digitalisierung auf. Die Werte in den vier verschiedenen Kategorien sind äußerst unterschiedlich. Im Bereich der Anbindung erneuerbarer Energien erreicht Deutschland einen Wert von 75 Prozent. Beim Netzausbau liegt der Wert bei 67 Prozent. Deutlichen Nachholbedarf zeigt Deutschland hingegen bei der Digitalisierung, die aktuell nur auf einen Wert von 21 Prozent kommt. Auch im Bereich Energiespeicherung gibt es mit 24 Prozent Potenzial zur Verbesserung. Insgesamt erreicht Deutschland im Global Grids Index einen Wert von 61,3.
Für den Netzausbau plant Deutschland laut Netzentwicklungsplan Investitionen von rund 140 Milliarden US-Dollar bis 2035. Davon fließen etwa 89 Milliarden US-Dollar in Übertragungsnetze und mindestens 50 Milliarden US-Dollar in Verteilnetze bis 2032.
Ein Großteil des Stroms aus Windenergie wird im Norden erzeugt, während der Süden die höchsten industriellen Verbrauchswerte aufweist. Um Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee zu den südlichen Industriezentren zu transportieren, muss bis 2050 das Netz an Erdkabeln auf 21.665 Kilometer verdreifacht werden.
Netzbetreiberstruktur ist stark fragmentiert
Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der stark fragmentierten Verteilnetzstruktur Deutschlands. Neben den vier großen Übertragungsnetzbetreibern (Tennet, 50 Hertz, Amprion und Transnet BW) gibt es rund 900 regionale Verteilnetzbetreiber. Diese Fragmentierung erschwert das Management von Netzengpässen, dennoch erzielt Deutschland hohe Werte beim Netzausbau.
Auch die Nummer 2, China, steht laut Bloomberg vor einer enormen Herausforderung: Bis 2050 wird das Land einen Energiebedarf von rund 5,3 Millionen MW decken müssen, wodurch das chinesische Stromnetz an seine Grenzen stößt.
Laut dem Global Grids Index erreicht China bei der Anbindung erneuerbarer Energien 63 Prozent, beim Netzausbau 57 Prozent, in der Digitalisierung jedoch bereits 95 Prozent. Die Energiespeicherkapazität liegt aktuell bei 28 Prozent, was insgesamt einen Indexwert von 60,1 ergibt
Spanien stark bei der Digitalisierung
Chinas riesiges Netz aus Ultra-Hochspannungsleitungen hat bereits Maßstäbe gesetzt, um erneuerbare Energien schnell und effizient ins Netz einzuspeisen. Doch angesichts der enormen geplanten Solar- und Windkapazitäten wird der Ausbau in den kommenden Jahren nochmals erheblich intensiviert werden müssen.
Spanien, die Nummer 3, muss dagegen seinen regulatorischen Rahmen verbessern und seine Netzentwicklung beschleunigen, um den steigenden Elektrifizierungsbedarf zu decken und zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien einzubinden.
Der Global Grids Index bewertet Spanien bei der Anbindung erneuerbarer Energien mit 70 Prozent, beim Netzausbau mit lediglich 50 Prozent, bei der Digitalisierung hingegen mit hervorragenden 99 Prozent. Die Energiespeicherleistung ist mit 16 Prozent noch gering. Insgesamt erreicht Spanien einen Indexwert von 59,7.
Deutschland punktet beim Global Grids Index im Bereich Netzausbau und Anbindung erneuerbarer Energien, weist jedoch deutliche Schwächen bei der Digitalisierung auf. Die Werte in den vier verschiedenen Kategorien sind äußerst unterschiedlich. Im Bereich der Anbindung erneuerbarer Energien erreicht Deutschland einen Wert von 75 Prozent. Beim Netzausbau liegt der Wert bei 67 Prozent. Deutlichen Nachholbedarf zeigt Deutschland hingegen bei der Digitalisierung, die aktuell nur auf einen Wert von 21 Prozent kommt. Auch im Bereich Energiespeicherung gibt es mit 24 Prozent Potenzial zur Verbesserung. Insgesamt erreicht Deutschland im Global Grids Index einen Wert von 61,3.
Für den Netzausbau plant Deutschland laut Netzentwicklungsplan Investitionen von rund 140 Milliarden US-Dollar bis 2035. Davon fließen etwa 89 Milliarden US-Dollar in Übertragungsnetze und mindestens 50 Milliarden US-Dollar in Verteilnetze bis 2032.
Ein Großteil des Stroms aus Windenergie wird im Norden erzeugt, während der Süden die höchsten industriellen Verbrauchswerte aufweist. Um Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee zu den südlichen Industriezentren zu transportieren, muss bis 2050 das Netz an Erdkabeln auf 21.665 Kilometer verdreifacht werden.
Netzbetreiberstruktur ist stark fragmentiert
Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der stark fragmentierten Verteilnetzstruktur Deutschlands. Neben den vier großen Übertragungsnetzbetreibern (Tennet, 50 Hertz, Amprion und Transnet BW) gibt es rund 900 regionale Verteilnetzbetreiber. Diese Fragmentierung erschwert das Management von Netzengpässen, dennoch erzielt Deutschland hohe Werte beim Netzausbau.
Auch die Nummer 2, China, steht laut Bloomberg vor einer enormen Herausforderung: Bis 2050 wird das Land einen Energiebedarf von rund 5,3 Millionen MW decken müssen, wodurch das chinesische Stromnetz an seine Grenzen stößt.
Laut dem Global Grids Index erreicht China bei der Anbindung erneuerbarer Energien 63 Prozent, beim Netzausbau 57 Prozent, in der Digitalisierung jedoch bereits 95 Prozent. Die Energiespeicherkapazität liegt aktuell bei 28 Prozent, was insgesamt einen Indexwert von 60,1 ergibt
Spanien stark bei der Digitalisierung
Chinas riesiges Netz aus Ultra-Hochspannungsleitungen hat bereits Maßstäbe gesetzt, um erneuerbare Energien schnell und effizient ins Netz einzuspeisen. Doch angesichts der enormen geplanten Solar- und Windkapazitäten wird der Ausbau in den kommenden Jahren nochmals erheblich intensiviert werden müssen.
Spanien, die Nummer 3, muss dagegen seinen regulatorischen Rahmen verbessern und seine Netzentwicklung beschleunigen, um den steigenden Elektrifizierungsbedarf zu decken und zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien einzubinden.
Der Global Grids Index bewertet Spanien bei der Anbindung erneuerbarer Energien mit 70 Prozent, beim Netzausbau mit lediglich 50 Prozent, bei der Digitalisierung hingegen mit hervorragenden 99 Prozent. Die Energiespeicherleistung ist mit 16 Prozent noch gering. Insgesamt erreicht Spanien einen Indexwert von 59,7.

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Montag, 17.03.2025, 15:37 Uhr
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