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Enerige & Management > Kernkraft - Deutscher Zertifizierer darf weltweit AKW-Neubau begleiten
Quelle: Shutterstock / Vaclav Volrab
KERNKRAFT:
Deutscher Zertifizierer darf weltweit AKW-Neubau begleiten
Ein Zertifizierer aus dem Atomausstieg-Land Deutschland, der TÜV Nord, hat es jetzt schwarz auf weiß, dass er weltweit den Neubau von KKW zertifizieren darf.
 
Der TÜV Nord mit Hauptsitz Hannover ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) dafür akkreditiert worden, dass er den weltweiten Ausbau kerntechnischer Anlagen hinsichtlich seines Qualitätsmanagements (QM) zertifizieren darf. Die DAkkS akkreditierte das in 100 Ländern vertretene Unternehmen dafür, dass es das Qualitätsmanagement bei Neu- und Ausbau der Atomkraft zertifizieren darf. Das geht aus einer Mitteilung des TÜV Nord hervor.

Konkret gab die DAkkS dem TÜV Nord öffentlichen Glauben dafür, dass er in der Lage ist, Arbeiten an kerntechnischen Anlagen nach dem Atomkraft-spezifischen Qualitätsmanagement-Standard ISO 19443 zu untersuchen und zu bescheinigen. 
Die Norm ISO 19443 baut auf dem allgemeinen QM-Standard ISWO 9001 auf. Sie richtet sich speziell an Unternehmen in der nuklearen Lieferkette und unterstützt Unternehmen dabei, die hohen Anforderungen an Qualität und Sicherheit in der Nuklearindustrie zu erfüllen. Die Norm soll zur Risikominimierung, zur Erhöhung der Transparenz in der Lieferkette und zur Stärkung des Vertrauens von Auftraggebern beitragen.

„Errichter und Zulieferer kerntechnischer Anlagen sehen sich zunehmend mit der Anforderung konfrontiert, eine ISO-19443-Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle nachzuweisen“, erläutert Silvia Hensel von TÜV Nord. Unternehmen mit bestehenden QM-Zertifizierungen nach ISO 9001 oder KTA 1401 verfügen laut TÜV Nord über eine gute Ausgangsbasis für die Implementierung der neuen Norm. Der Zertifizierungsprozess umfasst Angebots- und Vertragsphase, Auditplanung, Durchführung in zwei Stufen sowie jährliche Überwachung.
 

Georg Eble
Redakteur
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