
Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
WASSERKRAFT:
Der Wasserkraft-Ausbau ist versiegt
Premiere der trockenen Art: In NRW ist 2024 kein einziges Wasserkraftwerk dazugekommen. Die Landespolitik übe sogar schikanösen Druck für Rückbauten aus, so ein neuer Fachverband.
In Nordrhein-Westfalen droht nach einem Jahr des Stillstands bei der Wasserkraft effektiv ein Rückbau, und daran ist die schwarz-grüne
Landesregierung schuld. Diese Vorwürfe erhebt der neue Fachverband „WasserEnergie NRW“, der aus der Fusion zweier Interessenvertretungen
hervorgegangen ist.
Laut einer Mitteilung des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), der den Fachverband unterstützt, hat sich die Wasserkraft in NRW 2024 erstmals seit unvordenklichen Zeiten sozusagen zum Altwasser entwickelt und ist gegenüber dem Vorjahr auf der Stelle getreten: Es blieb bei 519 Wasserkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 191 MW, es wurde weder ein Ausbau genehmigt noch ein neues Werk in Betrieb genommen.
Die Jahre zuvor hatte es demnach landesweit wenigstens ein Rinnsal von Ausbau gegeben, im Jahr 2015 hatten 50 Wasserkraftwerke weniger eine installierte Leistung von 183 MW auf sich vereint. Ob 2024 überhaupt Projekte in Genehmigungsverfahren steckten, hat der LEE nicht untersucht.

LEE-Vorsitzender Hans-Josef Vogel machte eine gleichgültige bis schikanöse Haltung der Landesregierung und in den nachgelagerten Behörden für die Dürreperiode der Wasserkraft verantwortlich. Er sprach von einem „traurigen Umgang der Landespolitik mit der Wasserkraftnutzung“ und von einem „Tiefpunkt“.
Im Einzelnen werfen LEE und Wasserenergie NRW der Politik folgendes vor:
Als Reaktion auf die wahrgenommene Austrockungspolitik in Düsseldorf haben sich die bisherigen landesweiten Fachverbände „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke NRW“ (AGW) und „Interessengemeinschaft Wassernutzung NRW“ (IGW) zu Wasserenergie NRW zusammengeschlossen. Sie vereinen nun nach eigenen Angaben 140 Mitglieder mit zusammen 130 MW.
Wasserenergie-NRW-Vorsitzender wurde der bisherige AGW-Vorsitzende Gunnar Lohmann-Hütte, sein Vize der bisherige IGW-Vorsitzende Dr. Michael Detering. Die neue Interessenvertretung will unter anderem auf die Chancen der Aquathermie, also der Nutzung der Wärme von Gewässern, für die kommunale und industrielle Wärmewende aufmerksam machen.
Laut einer Mitteilung des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), der den Fachverband unterstützt, hat sich die Wasserkraft in NRW 2024 erstmals seit unvordenklichen Zeiten sozusagen zum Altwasser entwickelt und ist gegenüber dem Vorjahr auf der Stelle getreten: Es blieb bei 519 Wasserkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 191 MW, es wurde weder ein Ausbau genehmigt noch ein neues Werk in Betrieb genommen.
Die Jahre zuvor hatte es demnach landesweit wenigstens ein Rinnsal von Ausbau gegeben, im Jahr 2015 hatten 50 Wasserkraftwerke weniger eine installierte Leistung von 183 MW auf sich vereint. Ob 2024 überhaupt Projekte in Genehmigungsverfahren steckten, hat der LEE nicht untersucht.

Die installierte Wasserkraft-Leistung in NRW von 2015 bis 2024.
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Quelle: LEE NRW
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Quelle: LEE NRW
LEE-Vorsitzender Hans-Josef Vogel machte eine gleichgültige bis schikanöse Haltung der Landesregierung und in den nachgelagerten Behörden für die Dürreperiode der Wasserkraft verantwortlich. Er sprach von einem „traurigen Umgang der Landespolitik mit der Wasserkraftnutzung“ und von einem „Tiefpunkt“.
Im Einzelnen werfen LEE und Wasserenergie NRW der Politik folgendes vor:
- Genehmigungsverfahren dauerten teilweise zehn Jahre.
- Es fehle an einem technologiespezifischen Ausbauziel und an einem politischen Bekenntnis.
- Die angekündigte Potenzialstudie gebe es nach knapp drei Jahren Schwarz-Grün immer noch nicht, obwohl die Vorschläge der Branche auf dem Tisch lägen.
- In der „Wasserstrategie NRW“, die gerade erarbeitet wird, werde die Wasserkraft bisher wie Luft behandelt. Die Feder führt dabei das von Oliver Krischer (Grüne) geleitete Umweltministerium.
- Das Umweltministerium fordere im Gegenteil „in regelmäßigen Abständen“, bestimmte Wehre abzureißen und auf Wasserrechte zu verzichten, obwohl, so der LEE, „dies flussbaulich an vielen Stellen praktisch unmöglich ist und ökologische Nachteile mit sich bringt“.
- NRW-Behörden ignorierten in ihren Abwägungen für und gegen Wasserkraft das überragende öffentliche Interesse an den Erneuerbaren, das seit der Ampel in Paragraf 2 EEG steht.
Als Reaktion auf die wahrgenommene Austrockungspolitik in Düsseldorf haben sich die bisherigen landesweiten Fachverbände „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke NRW“ (AGW) und „Interessengemeinschaft Wassernutzung NRW“ (IGW) zu Wasserenergie NRW zusammengeschlossen. Sie vereinen nun nach eigenen Angaben 140 Mitglieder mit zusammen 130 MW.
Wasserenergie-NRW-Vorsitzender wurde der bisherige AGW-Vorsitzende Gunnar Lohmann-Hütte, sein Vize der bisherige IGW-Vorsitzende Dr. Michael Detering. Die neue Interessenvertretung will unter anderem auf die Chancen der Aquathermie, also der Nutzung der Wärme von Gewässern, für die kommunale und industrielle Wärmewende aufmerksam machen.

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Mittwoch, 12.03.2025, 09:16 Uhr
Mittwoch, 12.03.2025, 09:16 Uhr
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