Bundesfinanzminister Lars Klingbeil beim Besuch in München. Er informierte sich über das GIGA-M-Projekt. Quelle: SWM
GEOTHERMIE:
Bundesfinanzminister Klingbeil stellt sich hinter die Tiefengeothermie
Im Großraum München läuft eine Seismik-Messkampagne. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil betonte bei einem Besuch, dass solche Projekte für mehr Energieunabhängigkeit wichtig seien.
Seit Ende August läuft im Großraum München die bislang umfassendste seismische Untersuchung von Geothermiepotenzialen hierzulande.
Nun haben sich bei einem Besuch im Münchner Olympiapark der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bayerns Wissenschaftsminister
Markus Blume und Münchens Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs über das Verbundforschungsprojekt „GIGA-M“ und den weiteren Ausbau
der Geothermienutzung in München und der Region erkundigt.
Koordiniert wird Giga-M von der Technischen Universität München. Zu den Projektpartnern gehören neben den Stadtwerken München unter anderem die Energie-Wende-Garching, die Energieagentur Ebersberg-München, die Landeshauptstadt München sowie der Landkreis München.
Mit dieser groß angelegten 3D-Seismik wollen die Projektpartner des Forschungsvorhabens „GIGA-M“ die geologischen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Tiefengeothermie im Großraum München genauer erfassen (wir berichteten). Im Rahmen von Giga-M startet im Großraum München die nach Angaben der Projektpartner bislang umfassendste seismische Untersuchung zur Erkundung von Geothermiepotenzialen in Deutschland.
Ziel ist es, ein durchgängiges dreidimensionales Modell des tiefen Untergrunds zu erstellen. Die Daten sollen die Planung neuer Geothermieprojekte verbessern und allen interessierten Akteuren nach Abschluss des Forschungsvorhabens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Großraum München liegt über dem Süddeutschen Molassebecken, das zu den geologisch günstigsten Regionen Europas für die Nutzung der Tiefengeothermie zählt.
Klingbeil betonte, dass Energie bezahlbar bleiben muss
„Projekte wie Giga-M sind genau das, wo wir hinwollen. Wir machen uns unabhängig von alten Energieträgern und ausländischen Energielieferanten. So schaffen wir die Energiewende. Entscheidend ist hierbei für mich, dass Energie damit auf lange Sicht für die Menschen bezahlbar bleibt“, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in München am 21. Oktober. Laut Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume zeigt sich bei diesem Projekt, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen für eine sichere, nachhaltige und unabhängige Energieversorgung entstehen.
Das Potenzial der Tiefengeothermie liegt hierzulande laut den Forschenden der TU München bei bis zu 300 Terawattstunden pro Jahr. Damit könnte die Geothermie rund ein Viertel des deutschen Wärmebedarfs decken. „Forschungsprojekte wie Giga-M tragen dazu bei, die Nutzung dieser natürlichen und regionalen Energiequelle voranzubringen und so die Dekarbonisierung im Energiesektor voranzutreiben“, sagte Kai Zosseder von der TU München. Er ist der Projektleiter des Giga-M Forschungsprojektes.
Die SWM haben im Jahr 2004 ihre erste Geothermie-Anlage in Betrieb genommen. „Aktuell bauen wir unsere siebte Anlage, weitere sind in Planung und Vorbereitung“, sagte Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung. „Die Bundesförderung für das Forschungsprojekt GIGA-M und das Geothermiebeschleunigungsgesetz, das seit diesem Jahr in Kraft ist, unterstützen uns bei unserem Ziel, den Münchner Bedarf an Fernwärme ab spätestens 2040 vor allem mithilfe von Tiefengeothermie bereitzustellen. Für die Unterstützung bei der Untersuchung weiterer Potenziale sind wir sehr dankbar.“
Die Messkampagne erstreckt sich über rund 1.110 Quadratkilometer und mehr als 60 Kommunen. Sie beginnt Ende August im südlichen Landkreis München und wird anschließend schrittweise auf weitere Teile im Umland von München sowie auf das Stadtgebiet der Landeshauptstadt ausgeweitet. Die Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein. Mehrere Messteams werden parallel im Einsatz sein.
Das Projekt Giga-M wird über das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende„ durch das Bundeswirtschaftsministerium mit Zuwendungen aus dem Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds“ gefördert. (hr)
Koordiniert wird Giga-M von der Technischen Universität München. Zu den Projektpartnern gehören neben den Stadtwerken München unter anderem die Energie-Wende-Garching, die Energieagentur Ebersberg-München, die Landeshauptstadt München sowie der Landkreis München.
Mit dieser groß angelegten 3D-Seismik wollen die Projektpartner des Forschungsvorhabens „GIGA-M“ die geologischen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Tiefengeothermie im Großraum München genauer erfassen (wir berichteten). Im Rahmen von Giga-M startet im Großraum München die nach Angaben der Projektpartner bislang umfassendste seismische Untersuchung zur Erkundung von Geothermiepotenzialen in Deutschland.
Ziel ist es, ein durchgängiges dreidimensionales Modell des tiefen Untergrunds zu erstellen. Die Daten sollen die Planung neuer Geothermieprojekte verbessern und allen interessierten Akteuren nach Abschluss des Forschungsvorhabens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Großraum München liegt über dem Süddeutschen Molassebecken, das zu den geologisch günstigsten Regionen Europas für die Nutzung der Tiefengeothermie zählt.
Klingbeil betonte, dass Energie bezahlbar bleiben muss
„Projekte wie Giga-M sind genau das, wo wir hinwollen. Wir machen uns unabhängig von alten Energieträgern und ausländischen Energielieferanten. So schaffen wir die Energiewende. Entscheidend ist hierbei für mich, dass Energie damit auf lange Sicht für die Menschen bezahlbar bleibt“, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in München am 21. Oktober. Laut Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume zeigt sich bei diesem Projekt, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen für eine sichere, nachhaltige und unabhängige Energieversorgung entstehen.
Das Potenzial der Tiefengeothermie liegt hierzulande laut den Forschenden der TU München bei bis zu 300 Terawattstunden pro Jahr. Damit könnte die Geothermie rund ein Viertel des deutschen Wärmebedarfs decken. „Forschungsprojekte wie Giga-M tragen dazu bei, die Nutzung dieser natürlichen und regionalen Energiequelle voranzubringen und so die Dekarbonisierung im Energiesektor voranzutreiben“, sagte Kai Zosseder von der TU München. Er ist der Projektleiter des Giga-M Forschungsprojektes.
Die SWM haben im Jahr 2004 ihre erste Geothermie-Anlage in Betrieb genommen. „Aktuell bauen wir unsere siebte Anlage, weitere sind in Planung und Vorbereitung“, sagte Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung. „Die Bundesförderung für das Forschungsprojekt GIGA-M und das Geothermiebeschleunigungsgesetz, das seit diesem Jahr in Kraft ist, unterstützen uns bei unserem Ziel, den Münchner Bedarf an Fernwärme ab spätestens 2040 vor allem mithilfe von Tiefengeothermie bereitzustellen. Für die Unterstützung bei der Untersuchung weiterer Potenziale sind wir sehr dankbar.“
Die Messkampagne erstreckt sich über rund 1.110 Quadratkilometer und mehr als 60 Kommunen. Sie beginnt Ende August im südlichen Landkreis München und wird anschließend schrittweise auf weitere Teile im Umland von München sowie auf das Stadtgebiet der Landeshauptstadt ausgeweitet. Die Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein. Mehrere Messteams werden parallel im Einsatz sein.
Das Projekt Giga-M wird über das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende„ durch das Bundeswirtschaftsministerium mit Zuwendungen aus dem Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds“ gefördert. (hr)
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 22.10.2026, 10:16 Uhr
Donnerstag, 22.10.2026, 10:16 Uhr
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