Quelle: Fotolia / Andrey Popov
FINANZIERUNG:
Bund startet Förderung für grüne Binnenschifffahrtskorridore
Der Bund stellt im ersten Aufruf bis zu 70 Millionen Euro für grüne Binnenschifffahrtskorridore bereit. Gefördert werden Schiffe, aber auch die Infrastruktur an Land.
Der Bund stellt zunächst bis zu 70 Millionen Euro für den Aufbau sogenannter grüner Binnenschifffahrtskorridore bereit. Das
Bundesverkehrsministerium (BMV) veröffentlichte am 10. August den ersten Förderaufruf im Rahmen seiner neuen Richtlinie für
eine grüne Binnenschifffahrt. Anträge können ab dem 17. August über das Förderportal easy-Online eingereicht werden.
Gefördert werden Projekte, die den Einsatz emissionsfreier oder emissionsarmer Binnenschiffe ermöglichen und zugleich die dafür notwendige Infrastruktur schaffen. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kommunen und weitere wirtschaftlich tätige Akteure mit Sitz in Deutschland.
Die Förderung umfasst unter anderem die Ausrüstung von Binnenschiffsneubauten sowie die Umrüstung bestehender Güterschiffe auf emissionsfreie oder emissionsarme Antriebe. Zuschüsse sind außerdem für Investitionen in Hafeninfrastruktur vorgesehen. Dazu zählen Lade- und Tankmöglichkeiten für alternative Energieträger und Kraftstoffe wie Wasserstoff, Ammoniak oder Methanol.
Fördermittel auch für erneuerbare Energien
Förderfähig sind darüber hinaus Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Stroms und erneuerbaren Wasserstoffs sowie entsprechende Speicher. Auch Infrastruktur an Umschlag- und Liegeplätzen außerhalb von Häfen kann unterstützt werden, darunter Lade- und Tankanlagen sowie mobile Versorgungseinrichtungen.
Die zugrunde liegende Förderrichtlinie hatte das BMV Mitte Juli vorgestellt und am 16. Juli im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damals bezifferte das Ministerium das Gesamtvolumen des Programms auf 125 Millionen Euro. Die Mittel sollen im Rahmen wettbewerblicher Förderaufrufe vergeben werden.
Neben den nun aufgerufenen grünen Binnenschifffahrtskorridoren sieht die Richtlinie einen zweiten Förderschwerpunkt für die regionale Verkehrsverlagerung auf die Wasserstraße vor. Dabei sollen insbesondere öffentlicher Personennahverkehr und urbane Wirtschaftsverkehre auf emissionsfreie Binnenschiffe verlagert werden. Die Förderung erfolgt nach Angaben des Ministeriums als Zuschuss; je nach Vorhaben sind Förderquoten von bis zu 95 Prozent vorgesehen.
Mit dem Programm will der Bund zugleich die Nutzung alternativer Antriebs- und Energiesysteme in der Binnenschifffahrt beschleunigen und mehr Güter- und Personenverkehr auf die Wasserstraße verlagern.
Für den ersten Förderaufruf nennt das Ministerium bislang keinen festen Endtermin. Die Antragsfrist soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Für Interessierte ist am 13. August ein Online-Seminar zu Förderbedingungen und Antragsverfahren vorgesehen. Weitere Unterlagen stellt die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen bereit. (fw)
Gefördert werden Projekte, die den Einsatz emissionsfreier oder emissionsarmer Binnenschiffe ermöglichen und zugleich die dafür notwendige Infrastruktur schaffen. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kommunen und weitere wirtschaftlich tätige Akteure mit Sitz in Deutschland.
Die Förderung umfasst unter anderem die Ausrüstung von Binnenschiffsneubauten sowie die Umrüstung bestehender Güterschiffe auf emissionsfreie oder emissionsarme Antriebe. Zuschüsse sind außerdem für Investitionen in Hafeninfrastruktur vorgesehen. Dazu zählen Lade- und Tankmöglichkeiten für alternative Energieträger und Kraftstoffe wie Wasserstoff, Ammoniak oder Methanol.
Fördermittel auch für erneuerbare Energien
Förderfähig sind darüber hinaus Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Stroms und erneuerbaren Wasserstoffs sowie entsprechende Speicher. Auch Infrastruktur an Umschlag- und Liegeplätzen außerhalb von Häfen kann unterstützt werden, darunter Lade- und Tankanlagen sowie mobile Versorgungseinrichtungen.
Die zugrunde liegende Förderrichtlinie hatte das BMV Mitte Juli vorgestellt und am 16. Juli im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damals bezifferte das Ministerium das Gesamtvolumen des Programms auf 125 Millionen Euro. Die Mittel sollen im Rahmen wettbewerblicher Förderaufrufe vergeben werden.
Neben den nun aufgerufenen grünen Binnenschifffahrtskorridoren sieht die Richtlinie einen zweiten Förderschwerpunkt für die regionale Verkehrsverlagerung auf die Wasserstraße vor. Dabei sollen insbesondere öffentlicher Personennahverkehr und urbane Wirtschaftsverkehre auf emissionsfreie Binnenschiffe verlagert werden. Die Förderung erfolgt nach Angaben des Ministeriums als Zuschuss; je nach Vorhaben sind Förderquoten von bis zu 95 Prozent vorgesehen.
Mit dem Programm will der Bund zugleich die Nutzung alternativer Antriebs- und Energiesysteme in der Binnenschifffahrt beschleunigen und mehr Güter- und Personenverkehr auf die Wasserstraße verlagern.
Für den ersten Förderaufruf nennt das Ministerium bislang keinen festen Endtermin. Die Antragsfrist soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Für Interessierte ist am 13. August ein Online-Seminar zu Förderbedingungen und Antragsverfahren vorgesehen. Weitere Unterlagen stellt die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen bereit. (fw)
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 11.08.2026, 09:11 Uhr
Dienstag, 11.08.2026, 09:11 Uhr
Mehr zum Thema
teilen
teilen
teilen
teilen
Weniger Redispatch, aber höhere Kosten für Reservekraftwerke