Quelle: Brauerei Gutmann
EFFIZIENZ:
Brauerei setzt auf Speicher, E-Dampfkessel und Eigenerzeugung
Die Brauerei Gutmann will ihre Emissionen bis 2030 deutlich senken. Geplant sind die Elektrifizierung der Prozesswärme, Speicher und Eigenerzeugung − mit einem Transformationsplan.
Die Brauerei Gutmann aus Titting hat in Zusammenarbeit dem Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen
Hochschule Amberg-Weiden und der N-Ergie einen Transformationsplan für eine nachhaltige Energieversorgung und CO2-neutrale
Produktion erarbeitet. Das Unternehmen will die Treibhausgasemissionen am Standort bis Ende 2030 um mindestens 40 Prozent senken.
Nach Angaben der Projektpartner entstand der Fahrplan innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Er umfasst Maßnahmen zur Verringerung des Energiebezugs, zur Umstellung von Produktionsprozessen sowie Investitionen in neue Energieanlagen. Langfristig sollen die Emissionen um bis zu 82 Prozent beziehungsweise rund 960 Tonnen CO2 pro Jahr sinken.
Kern des Konzepts ist die Elektrifizierung der thermischen Prozesse. Vorgesehen ist ein elektrisch betriebener Dampfkessel mit einer Leistung von 2 MW. Ergänzend planen die Beteiligten einen Batteriespeicher mit 5 MW Leistung und 10 MWh Kapazität. Die Anlagen sollen Strom aus einer bereits errichteten Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 5 MW Leistung sowie aus geplanten Windenergieanlagen aufnehmen und zeitversetzt für die Dampferzeugung und weitere Produktionsprozesse bereitstellen. Für die Anlagenkomponenten wurden Förderanträge gestellt.
Ergänzend zur regenerativen Energieerzeugung setzt die Brauerei zudem auf eine ökologische Aufwertung der Flächen: Gemeinsam mit dem Naturpark Altmühltal wurde innerhalb der Photovoltaik-Freiflächenanlage eine Biodiversitätskulisse
geschaffen, die Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten bieten soll.
Energiemanagement soll Erzeugung und Verbrauch abstimmen
Für die Steuerung der künftigen Energieinfrastruktur plant die Brauerei die Einführung einer Energiemanagementsoftware. Das System soll Eigenerzeugung, Speicher und Verbrauch miteinander verknüpfen und die Betriebsführung auf Basis von Echtzeitdaten unterstützen. Nach Angaben der Projektpartner sollen dabei Wetterdaten und Strompreise in die Steuerung einfließen. Ziel ist es, die Eigenversorgung zu erhöhen und die Produktionsprozesse an die verfügbare Stromerzeugung anzupassen.
Ein weiterer Baustein betrifft die Nutzung der vorhandenen Netzanschlusskapazitäten. Gemeinsam mit dem Energieversorger N-Ergie und dem IfE entwickelte die Brauerei ein Konzept für das Einspeisemanagement im Redispatch.
Demnach soll der vor Ort genutzte Stromverbrauch durch Nicht-Beanspruchbarkeitsmeldungen von Eingriffen im Redispatch ausgenommen werden. Bei Netzengpässen würde damit nur der tatsächlich eingespeiste Strom reduziert, während der Eigenverbrauch aus den eigenen Erzeugungsanlagen weiter möglich bleibt. Die Projektpartner sehen darin eine Möglichkeit, die Versorgung der Produktion abzusichern und gleichzeitig die Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur zu verbessern.
Netzwerk für weitere Unternehmen geplant
„In Summe können wir 960 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, dies entspricht rund 82 Prozent der Emissionen: Dieses ehrgeizige Ziel werden wir konsequent weiterverfolgen und sind stolz, den Meilenstein von 40 Prozent sogar schon bis Ende des Jahrzehnts erreichen zu können“, sagt Michael Gutmann, Inhaber der Brauerei.
Die Zusammenarbeit zwischen der Brauerei und dem Institut für Energietechnik besteht nach Angaben der Beteiligten seit 27 Jahren. Das aktuelle Vorhaben ist Teil eines Energieeffizienznetzwerks, in dem Unternehmen gemeinsame Maßnahmen zur Senkung von Energieverbrauch und Emissionen entwickeln.
Auf Basis der bisherigen Erfahrungen soll nun ein weiteres Netzwerk gegründet werden. Neben Brauereien sollen sich auch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie beteiligen. Die Initiative knüpft an die bundesweite „Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke“ (IEEKN) sowie an die bayerische Förderinitiative „BEEN-i“ an.
„Dieses Projekt steht in mehrfacher Hinsicht exemplarisch für eine erfolgreiche Energiewende. Durch die pragmatische und vertrauensvolle Zusammenarbeit eines mittelständischen Unternehmens, eines Energieversorgers und der Wissenschaft können passgenaue, versorgungssichere, resiliente und wirtschaftliche Energielösungen entwickelt werden, die dem Klimaschutz dienen. Der entsprechende Wissenstransfer wird über ein Energieeffizienznetzwerk sichergestellt“, sagte Professor Markus Brautsch vom IfE.
Für N-Ergie dient das Projekt zugleich als Beispiel für die Herausforderungen der industriellen Transformation. Der Energieversorger begleitet die Brauerei nach eigenen Angaben seit Herbst 2025 bei Fragen zu Netzanschluss, Eigenverbrauch und Messkonzepten.
Nach Angaben der Projektpartner entstand der Fahrplan innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Er umfasst Maßnahmen zur Verringerung des Energiebezugs, zur Umstellung von Produktionsprozessen sowie Investitionen in neue Energieanlagen. Langfristig sollen die Emissionen um bis zu 82 Prozent beziehungsweise rund 960 Tonnen CO2 pro Jahr sinken.
Kern des Konzepts ist die Elektrifizierung der thermischen Prozesse. Vorgesehen ist ein elektrisch betriebener Dampfkessel mit einer Leistung von 2 MW. Ergänzend planen die Beteiligten einen Batteriespeicher mit 5 MW Leistung und 10 MWh Kapazität. Die Anlagen sollen Strom aus einer bereits errichteten Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 5 MW Leistung sowie aus geplanten Windenergieanlagen aufnehmen und zeitversetzt für die Dampferzeugung und weitere Produktionsprozesse bereitstellen. Für die Anlagenkomponenten wurden Förderanträge gestellt.
Ergänzend zur regenerativen Energieerzeugung setzt die Brauerei zudem auf eine ökologische Aufwertung der Flächen: Gemeinsam mit dem Naturpark Altmühltal wurde innerhalb der Photovoltaik-Freiflächenanlage eine Biodiversitätskulisse
geschaffen, die Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten bieten soll.
Energiemanagement soll Erzeugung und Verbrauch abstimmen
Für die Steuerung der künftigen Energieinfrastruktur plant die Brauerei die Einführung einer Energiemanagementsoftware. Das System soll Eigenerzeugung, Speicher und Verbrauch miteinander verknüpfen und die Betriebsführung auf Basis von Echtzeitdaten unterstützen. Nach Angaben der Projektpartner sollen dabei Wetterdaten und Strompreise in die Steuerung einfließen. Ziel ist es, die Eigenversorgung zu erhöhen und die Produktionsprozesse an die verfügbare Stromerzeugung anzupassen.
Ein weiterer Baustein betrifft die Nutzung der vorhandenen Netzanschlusskapazitäten. Gemeinsam mit dem Energieversorger N-Ergie und dem IfE entwickelte die Brauerei ein Konzept für das Einspeisemanagement im Redispatch.
Demnach soll der vor Ort genutzte Stromverbrauch durch Nicht-Beanspruchbarkeitsmeldungen von Eingriffen im Redispatch ausgenommen werden. Bei Netzengpässen würde damit nur der tatsächlich eingespeiste Strom reduziert, während der Eigenverbrauch aus den eigenen Erzeugungsanlagen weiter möglich bleibt. Die Projektpartner sehen darin eine Möglichkeit, die Versorgung der Produktion abzusichern und gleichzeitig die Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur zu verbessern.
Netzwerk für weitere Unternehmen geplant
„In Summe können wir 960 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, dies entspricht rund 82 Prozent der Emissionen: Dieses ehrgeizige Ziel werden wir konsequent weiterverfolgen und sind stolz, den Meilenstein von 40 Prozent sogar schon bis Ende des Jahrzehnts erreichen zu können“, sagt Michael Gutmann, Inhaber der Brauerei.
Die Zusammenarbeit zwischen der Brauerei und dem Institut für Energietechnik besteht nach Angaben der Beteiligten seit 27 Jahren. Das aktuelle Vorhaben ist Teil eines Energieeffizienznetzwerks, in dem Unternehmen gemeinsame Maßnahmen zur Senkung von Energieverbrauch und Emissionen entwickeln.
Auf Basis der bisherigen Erfahrungen soll nun ein weiteres Netzwerk gegründet werden. Neben Brauereien sollen sich auch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie beteiligen. Die Initiative knüpft an die bundesweite „Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke“ (IEEKN) sowie an die bayerische Förderinitiative „BEEN-i“ an.
„Dieses Projekt steht in mehrfacher Hinsicht exemplarisch für eine erfolgreiche Energiewende. Durch die pragmatische und vertrauensvolle Zusammenarbeit eines mittelständischen Unternehmens, eines Energieversorgers und der Wissenschaft können passgenaue, versorgungssichere, resiliente und wirtschaftliche Energielösungen entwickelt werden, die dem Klimaschutz dienen. Der entsprechende Wissenstransfer wird über ein Energieeffizienznetzwerk sichergestellt“, sagte Professor Markus Brautsch vom IfE.
Für N-Ergie dient das Projekt zugleich als Beispiel für die Herausforderungen der industriellen Transformation. Der Energieversorger begleitet die Brauerei nach eigenen Angaben seit Herbst 2025 bei Fragen zu Netzanschluss, Eigenverbrauch und Messkonzepten.
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 18.06.2026, 12:00 Uhr
Donnerstag, 18.06.2026, 12:00 Uhr
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