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Enerige & Management > Finanzierung - Blackstone steigt bei Windkraftprojektierer ein
Quelle: Pixabay / Ed White
FINANZIERUNG:
Blackstone steigt bei Windkraftprojektierer ein
Der Finanzinvestor Blackstone steigt bei Eurowind Energy ein und will dem Unternehmen zwei Milliarden Euro für neue Aufträge zur Verfügung stellen.
 
Das US-amerikanische Unternehmen Blackstone Infrastructure beteiligt sich mit 24,7 Prozent an Eurowind Energy. Mit dem Einstieg will Blackstone dem dänischen Projektierer nach eigenen Angaben Kapital für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zur Verfügung stellen. Geplant seien „Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro“. Ziel sei es, die Entwicklung erneuerbarer Energieprojekte zu beschleunigen.

Die drei Gründer von Eurowind Energy, darunter CEO Jens Rasmussen, sowie der Telekommunikationskonzern Norlys bleiben weiterhin Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens mit Hauptsitz im dänischen Hobro. Rasmussen soll den Projektierer auch künftig führen.

Eurowind Energy entwickelt und betreibt Onshore-Wind-, Solar-, Batteriespeicher- und Biogasanlagen. Nach Unternehmensangaben verfügt das Unternehmen derzeit über Anlagen in 16 Ländern mit einer installierten Gesamtleistung von 1.600 MW. Eurowind deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab − von der Projektentwicklung und Genehmigung über Finanzierung und Bau bis hin zu Betrieb und Energieverkauf.

Bis 2030 plant das Unternehmen, jährlich Energieparks mit einer Gesamtleistung von 1.500 MW zu errichten. Zudem sollen bestehende Parks verstärkt mit Batteriespeichern ausgestattet werden.

„Für uns ist es entscheidend, dass Blackstone eine langfristige Investitionsperspektive einbringt“, sagt Jens Rasmussen, Chief Executive Officer von Eurowind Energy. „Die Investition ermöglicht es uns, das Expansionstempo deutlich zu erhöhen und drei- bis viermal so viel Solar- und Windenergie sowie Batteriespeicherkapazität zu realisieren, wie es uns sonst möglich gewesen wäre.“

Blackstone verweist auf Erfahrungen bei Investitionen in erneuerbare Energien. Dazu zählen unter anderem Beteiligungen an Invenergy, dem nach Unternehmensangaben größten unabhängigen Erzeuger erneuerbarer Energien in den USA, sowie ein Joint Venture mit „NextEra Energy“, einem Entwickler von Wind- und Solarenergie.

Blackstone Infrastructure verfolgt nach eigenen Angaben eine „langfristige Buy-and-Hold-Strategie für großskalige Infrastrukturinvestitionen“. Ziel seien stabile und langfristige Cashflows aus Infrastrukturprojekten.
 

Stefan Sagmeister
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