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Enerige & Management > KWK - Biomassekraftwerk Lünen wird zum KWK-Kraftwerk
Das Biomassekraftwerk Lünen. Quelle: Steag Iqony Group
KWK:
Biomassekraftwerk Lünen wird zum KWK-Kraftwerk
Das Biomassekraftwerk Lünen soll künftig nicht nur Strom, sondern via Kraft-Wärme-Kopplung auch Wärme produzieren. Dafür investieren die Eigentümer 15 Millionen Euro. 
 
Die BMK Biomassekraftwerk Lünen GmbH, ein gemeinsames Unternehmen von Iqony Energies und der Remondis GmbH & Co. KG Region West, betreibt seit dem Jahr 2006 am Standort Lünen (Nordrhein-Westfalen) ein Biomassekraftwerk mit 20 MW elektrischer Leistung. Nun haben sich die Unternehmen entschlossen, das Kraftwerk um eine Wärmeauskopplung zu erweitern, teilten die Firmen am 18. Dezember mit. Die Wärme aus Biomasse soll zukünftig die Steinkohlewärme verdrängen. 

Zukünftig soll an dem Standort die Wärme über einen neuen Heizkondensator an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lünen übertragen werden. Als weitere Wärmequelle wird zudem ein neues Heizwerk errichtet. Damit sollen jährlich bis zu 90.000 MWh Wärme bereitgestellt werden. Die Höhe der Investition beläuft sich insgesamt auf 15 Millionen Euro.

Bislang kommt für das Wärmenetz ein großer Teil der Wärme aus dem lokalen Steinkohlekraftwerk. „Mit dem Rückgriff auf das neue Biomasse-Heizkraftwerk verbessert sich die Klima-Bilanz erheblich. Die Fernwärme wird grüner, bleibt sicher und zugleich investieren wir massiv in den Standort Lünen“, teilte Andreas Böffel mit, Geschäftsführer der BMK von Iqony Energies.

Für die Stadtwerke Lünen kommt neben ihrem bestehenden Blockheizkraftwerk, damit eine wichtige Erneuerbaren-Quelle dazu, wie Urs Reitis, Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Lünen, erklärte: „Durch die Auskopplung von Wärmeenergie aus dem Biomassekraftwerk stellen wir die Fernwärmeversorgung bereits im Laufe des Jahres 2028 auf erneuerbare Wärme um. Damit wird die Fernwärme in Lünen deutlich vor dem bundesweit angestrebten Zieljahr 2045 klimaneutral und entwickelt sich zu einem verlässlichen, zukunftssicheren Baustein der nachhaltigen Energieversorgung unserer Stadt.“ 
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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