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Quelle: Fotolia / Jürgen Fälchle
REGENERATIVE:
Baywa Re verliert die höchste Direktvermarktungs-Leistung
Bei der angeschlagenen Baywa Re hat sich das Portfolio zum Jahreswechsel am meisten unter den Direktvermarktern reduziert. E&M hat nachgefragt. Eine Antwort: Sie bleibt im Geschäft.
Ungeachtet eines stark gesunkenen Direktvermarktungs-Portfolios bekennt sich das Grünenergie-Unternehmen Baywa Re zu einem
weiteren Engagement in dem Segment. Sven Nels, Geschäftsführer der Tochter Baywa Re Energy Trading, verwies auf Anfrage von
E&M auf die Aussage des Unternehmens von Ende 2024, dass das Restrukturierungsprogramm „Repower“ ausdrücklich den Erhalt des
Energiehandels umfasst, von dem aus auch die Direktvermarktung stattfindet (wir berichteten).
Für ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigerbanken hatte Baywa Re im Programm „Repower“ die Konzentration auf Geschäftsfelder mit aktuell „guter“ Wettbewerbsposition angekündigt. Dazu zählen auch Projektentwicklung, Betriebsführung und Instandhaltungs-Geschäft bei Wind, Solar und Batteriespeichern.
Laut der aktuellen E&M-Direktvermarktungsumfrage hat die Baywa Re über den Jahreswechsel 2024/25 den größten Verlust an installierter Leistung unter Vertrag verzeichnet, nämlich um 2.170 MW oder 32 Prozent auf 4.690 MW. Den nächstkleineren Schrumpfungskurs berichtete E&M Statkraft mit minus 860 MW auf 6.600 MW. Baywa Re ist damit Anfang 2025 noch zehntgrößter Direktvermarkter.
„Wir sind zufrieden“
Zu- und Abgänge von Erneuerbare-Anlagen-Besitzern bei Direktvermarktern sind normales Wettbewerbsgeschehen, haben viele Gründe und gehen mal von der einen, mal von der anderen Seite aus. Gründe können auch neue Preisstrategien sein, um die Profitabilität für den Direktvermarkter bei zunehmend volatilen und negativen Stromerlösen zu sichern.
Bei einem Unternehmen in – mittlerweile abgewendeter – Schieflage allerdings, das ausdrücklich auf Verkauf oder Teilverkauf gestellt ist, stellte sich freilich zeitweise auch die Frage nach dem Vertrauen der Anlagenbetreiber in die nachhaltige Finanzkraft und die strategische Klarheit als Direktvermarkter.
Hierauf ist die Antwort von Trading-Geschäftsführer Sven Nels eindeutig: „Die Mehrzahl unserer Kunden sind langjährige Stammkunden, die uns auch 2024 treu geblieben sind. Die wirtschaftlichen Herausforderungen unseres Unternehmens seit Sommer 2024 haben ein Wachstum unseres Portfolios beschränkt.“ Baywa Re habe sich „darauf konzentriert, ein werthaltiges Portfolio zusammenzustellen – das ist uns gelungen“. Mit anderen Worten: Eher einen Direktvermarktungs-Kunden verlieren, als mit ihm Geld zu verlieren.
Mit der Entwicklung des Direktvermarktungs-Portfolios von Baywa Re äußert sich Nels denn auch „zufrieden“. Er bekräftigt den positiven Ausblick für dieses Jahr. Man gehe „von einem erneuten Wachstum unseres Portfolios“ aus.
Wie sich die Direktvermarktungs-Leistung von Baywa Re und den anderen Anbietern per 1. Januar 2025 auf die verschiedenen Technologien verteilt, erfahren Sie in der gedruckten Februarausgabe von E&M.
Für ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigerbanken hatte Baywa Re im Programm „Repower“ die Konzentration auf Geschäftsfelder mit aktuell „guter“ Wettbewerbsposition angekündigt. Dazu zählen auch Projektentwicklung, Betriebsführung und Instandhaltungs-Geschäft bei Wind, Solar und Batteriespeichern.
Laut der aktuellen E&M-Direktvermarktungsumfrage hat die Baywa Re über den Jahreswechsel 2024/25 den größten Verlust an installierter Leistung unter Vertrag verzeichnet, nämlich um 2.170 MW oder 32 Prozent auf 4.690 MW. Den nächstkleineren Schrumpfungskurs berichtete E&M Statkraft mit minus 860 MW auf 6.600 MW. Baywa Re ist damit Anfang 2025 noch zehntgrößter Direktvermarkter.
„Wir sind zufrieden“
Zu- und Abgänge von Erneuerbare-Anlagen-Besitzern bei Direktvermarktern sind normales Wettbewerbsgeschehen, haben viele Gründe und gehen mal von der einen, mal von der anderen Seite aus. Gründe können auch neue Preisstrategien sein, um die Profitabilität für den Direktvermarkter bei zunehmend volatilen und negativen Stromerlösen zu sichern.
Bei einem Unternehmen in – mittlerweile abgewendeter – Schieflage allerdings, das ausdrücklich auf Verkauf oder Teilverkauf gestellt ist, stellte sich freilich zeitweise auch die Frage nach dem Vertrauen der Anlagenbetreiber in die nachhaltige Finanzkraft und die strategische Klarheit als Direktvermarkter.
Hierauf ist die Antwort von Trading-Geschäftsführer Sven Nels eindeutig: „Die Mehrzahl unserer Kunden sind langjährige Stammkunden, die uns auch 2024 treu geblieben sind. Die wirtschaftlichen Herausforderungen unseres Unternehmens seit Sommer 2024 haben ein Wachstum unseres Portfolios beschränkt.“ Baywa Re habe sich „darauf konzentriert, ein werthaltiges Portfolio zusammenzustellen – das ist uns gelungen“. Mit anderen Worten: Eher einen Direktvermarktungs-Kunden verlieren, als mit ihm Geld zu verlieren.
Mit der Entwicklung des Direktvermarktungs-Portfolios von Baywa Re äußert sich Nels denn auch „zufrieden“. Er bekräftigt den positiven Ausblick für dieses Jahr. Man gehe „von einem erneuten Wachstum unseres Portfolios“ aus.
Wie sich die Direktvermarktungs-Leistung von Baywa Re und den anderen Anbietern per 1. Januar 2025 auf die verschiedenen Technologien verteilt, erfahren Sie in der gedruckten Februarausgabe von E&M.
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Freitag, 31.01.2025, 16:02 Uhr
Freitag, 31.01.2025, 16:02 Uhr
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