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STROMNETZ:
Bayernwerk startet Netzinitiative für mehr Einspeisekapazität
Bayernwerk Netz hat in Niederbayern ein Pilotprojekt zur gebündelten Einspeisung grüner Energien gestartet. Die „Einspeisesteckdose“ soll Netzkapazitäten effizienter nutzen.
Mit dem Spatenstich am 19. März im Landkreis Dingolfing-Landau hat Bayernwerk Netz gemeinsam mit LEW Verteilnetz (LVN) und
Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ein Pilotprojekt zur schnelleren Netzanbindung erneuerbarer Energien
gestartet. Das Konzept der „Einspeisesteckdose“ soll Netzanschlüsse für dezentrale Erzeugungsanlagen bündeln, um Engpässe
zu vermeiden und die Planungssicherheit für Investoren zu verbessern.
Laut Bayernwerk-Netz-Chef Egon Westphal bietet die Initiative drei wesentliche Vorteile: eine einfachere Anbindung an bereits vorhandene Kapazitäten, eine effizientere Netzauslastung durch standardisierte Verfahren und eine beschleunigte Umsetzung neuer Projekte. Bereits am ersten Tag der Ausschreibung seien 90 Prozent der Anschlusskapazität von 80 MW vergeben gewesen. Insgesamt gingen Anfragen für 230 MW ein, wodurch das Pilotprojekt nahezu dreifach überzeichnet war. Vier Projekte erhielten den Zuschlag und sollen in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Landshut realisiert werden.
Koordinierter Netzausbau als Schlüssel zur Energiewende
Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, betonte die Relevanz solcher Konzepte für den fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern. Insbesondere bei Solarenergie verzeichne das südwestliche Bundesland den größten Zubau in Deutschland, wodurch ein gezielter Netzausbau erforderlich sei. Die niederbayerische „Einspeisesteckdose“ solle helfen, lange Wartezeiten und teure Netzanschlusswege zu vermeiden.
Westphal sieht in dem Modell einen Paradigmenwechsel, bei dem Netzkapazitäten gezielt bereitgestellt werden und Projektentwickler sich um diese bewerben können. Der strukturierte Ansatz könne die Netzanbindung beschleunigen und wirtschaftlicher gestalten. Die Netztochter der Bayernwerk plant, das Konzept weiterzuentwickeln und auf andere Regionen auszuweiten.
Die Einspeisesteckdose soll dazu beitragen, mehr regional erzeugten Grünstrom effizient ins Netz einzuspeisen. Leistungsstarke Transformatoren in Umspannwerken verbinden das Mittelspannungsnetz mit dem Hochspannungsnetz und verbessern so die regionale Versorgung mit erneuerbarer Energie. Bayernwerk sieht darin einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung der Energiewende im Freistaat.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Norden Bayerns verdeutlicht diese Problematik: In den unterfränkischen Gemeinden Altertheim und Neubrunn im Landkreis Würzburg sollten vier Windkraftanlagen entstehen, doch Verzögerungen beim Netzanschluss verhinderten erst die Umsetzung. Die zuständige Bürgerenergiegenossenschaft und ein beteiligtes Unternehmen mussten längere Verhandlungen mit dem Netzbetreiber führen, bevor eine Lösung gefunden wurde. Erst nach der Vorlage eines Netzanschlussvertrags konnte das Projekt fortgesetzt werden.
Laut Bayernwerk-Netz-Chef Egon Westphal bietet die Initiative drei wesentliche Vorteile: eine einfachere Anbindung an bereits vorhandene Kapazitäten, eine effizientere Netzauslastung durch standardisierte Verfahren und eine beschleunigte Umsetzung neuer Projekte. Bereits am ersten Tag der Ausschreibung seien 90 Prozent der Anschlusskapazität von 80 MW vergeben gewesen. Insgesamt gingen Anfragen für 230 MW ein, wodurch das Pilotprojekt nahezu dreifach überzeichnet war. Vier Projekte erhielten den Zuschlag und sollen in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Landshut realisiert werden.
Koordinierter Netzausbau als Schlüssel zur Energiewende
Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, betonte die Relevanz solcher Konzepte für den fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern. Insbesondere bei Solarenergie verzeichne das südwestliche Bundesland den größten Zubau in Deutschland, wodurch ein gezielter Netzausbau erforderlich sei. Die niederbayerische „Einspeisesteckdose“ solle helfen, lange Wartezeiten und teure Netzanschlusswege zu vermeiden.
Westphal sieht in dem Modell einen Paradigmenwechsel, bei dem Netzkapazitäten gezielt bereitgestellt werden und Projektentwickler sich um diese bewerben können. Der strukturierte Ansatz könne die Netzanbindung beschleunigen und wirtschaftlicher gestalten. Die Netztochter der Bayernwerk plant, das Konzept weiterzuentwickeln und auf andere Regionen auszuweiten.
Die Einspeisesteckdose soll dazu beitragen, mehr regional erzeugten Grünstrom effizient ins Netz einzuspeisen. Leistungsstarke Transformatoren in Umspannwerken verbinden das Mittelspannungsnetz mit dem Hochspannungsnetz und verbessern so die regionale Versorgung mit erneuerbarer Energie. Bayernwerk sieht darin einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung der Energiewende im Freistaat.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Norden Bayerns verdeutlicht diese Problematik: In den unterfränkischen Gemeinden Altertheim und Neubrunn im Landkreis Würzburg sollten vier Windkraftanlagen entstehen, doch Verzögerungen beim Netzanschluss verhinderten erst die Umsetzung. Die zuständige Bürgerenergiegenossenschaft und ein beteiligtes Unternehmen mussten längere Verhandlungen mit dem Netzbetreiber führen, bevor eine Lösung gefunden wurde. Erst nach der Vorlage eines Netzanschlussvertrags konnte das Projekt fortgesetzt werden.

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Donnerstag, 20.03.2025, 09:12 Uhr
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