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Enerige & Management > Stromnetz - Bayernwerk peilt 13.000 digitale Ortsnetzstationen an
Eine von 1.600 Digi-ONS wurde in Bad Neualbenreuth in der Oberpfalz installiert. Quelle: Hitzek / Bayernwerk
STROMNETZ:
Bayernwerk peilt 13.000 digitale Ortsnetzstationen an
Im Jahr 2025 hat das Bayernwerk seine Digitalisierungsoffensive mit 3.399 zusätzlichen, nachgerüsteten oder neuen Ortsnetzstation fortgesetzt. Und damit ist noch lange nicht Schluss.
 
Bis 2030, so teilt der Regensburger Netzbetreiber mit, sollen pro Jahr weitere 3.200 smarte Stationen hinzukommen. Mehr als eine Million dezentrale Energieerzeugungsanlagen hat das Bayernwerk schon heute in sein Netz integriert. Und es werden jeden Tag mehr. Deshalb braucht es eine umfassende Vernetzung von Erzeugungsanlagen, Speichern und Verbrauchern, damit die Energie dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird.

„Nur ein gesteuertes und steuerndes Netz kann den wachsenden Anforderungen aus flexibler Einspeisung und flexiblem Bezug gerecht werden“, betont Peter Ketterl, Leiter Technik Ostbayern.
Eine Ortsnetzstation auf der Zugspitze wurde 2025 mit digitaler Messtechnik ertüchtigt. Von links: Jennifer Mertens, Wolfgang Keller, Martin Haseneder und Anna Goldbrunner (alle Bayernwerk Netz GmbH) mit einer Retrofit-ONS-Box.
Quelle: Martens / Bayernwerk

Digi-ONS und Retrofit-ONS

„Eine Schlüsseltechnologie hin zum smarten Netz sind digitale Ortsnetzstationen“, so Thomas Spang, Leiter Technik Franken. Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Typen unterschieden: den sogenannten digitalen Ortsnetzstationen („Digi-ONS“) und den Retrofit-Ortsnetzstationen („Retrofit-ONS“). Digi-Ons sind von Grund auf neu und mit moderner, digitaler Technologie ausgestattet, um Fernüberwachung und -steuerung zu ermöglichen. Bei Retrofit-Ons handelt es sich um Bestandsanlagen, die nachträglich mit intelligenter Mess- und Kommunikationstechnik nachgerüstet wurden.

„Bis 2030 wollen wir unsere Digitalisierungsoffensive mit etwa 13.000 zusätzlichen smarten Ortsnetzstationen fortsetzen“, sagt Marco Wagler, Leiter Technik Oberbayern. Die Hälfte davon sind digitale Ortsnetzstationen, die andere Hälfte Retrofit-Umrüstungen. Pro Arbeitstag sind das durchschnittlich zwölf weitere intelligente Stationen im Bayernwerk-Stromnetz.

Die Vorteile:
  • Versorgungssicherheit: Echtzeitdaten und Fernsteuerbarkeit helfen dabei, Störungen schneller zu erkennen und zu beheben.
  • Nachhaltigkeit: Bestehende Trafostationen bleiben erhalten und werden fit für die Zukunft gemacht. Das spart Ressourcen und Kosten.
  • Flexibilität: Dank der digitalen Ortsnetzstationen können noch mehr erneuerbare Energien ins Netz integriert und damit die Energiewende weiter aktiv gestaltet werden.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Freitag, 16.01.2026, 08:55 Uhr

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