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Enerige & Management > Österreich - Baustart für neues Salzburger Biomasse-Heizkraftwerk
Quelle: Fotolia / YuI
ÖSTERREICH:
Baustart für neues Salzburger Biomasse-Heizkraftwerk
Die Salzburg AG hat mit dem Bau eines zweiten Biomasse-Heizkraftwerkes in Wals-Siezenheim begonnen. Mit „Siezenheim II“ soll sichder Anteil an klimafreundlicher Fernwärme erhöhen.
 
Mit dem Biomasse-Heizkraftwerk „Siezenheim II“ soll der CO2-neutrale Anteil der Fernwärmeaufbringung im Verbundnetz Salzburg Stadt auf insgesamt 40 % erhöht werden, teilte dazu der Regionalversorger Salzburg AG am 11. Februar mit. Aktuell stammen rund 30 % der Fernwärme aus biogenen Quellen wie zum Beispiel Holz.

Das im Bau befindliche Biomasse-HKW hat eine geplante thermische Leistung von 11,7 MW sowie eine elektrische von rund 4 MW. Es soll künftig jährlich 34 Mio. kWh Strom erzeugen sowie 102 Mio. kWh Wärme. Die Kosten des Baus mitsamt der Fernwärmeanbindung beziffert die Salzburg AG auf 40,9 Mio. Euro. Das Kraftwerk soll Ende 2023 in Betrieb gehen.

„Mit dieser Anlage können zukünftig zusätzlich 8.300 Haushalte mit Bio-Fernwärme und weitere 9.500 Haushalte in Salzburg mit Ökostrom versorgt werden“, erklärt Brigitte Bach, Chief Operating Officer der Salzburg AG. Das Bundesland Salzburg hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral und energieautonom zu werden. Von 2025 bis 2040 will die Salzburg AG im Rahmen der Strategie dafür rund 50 Mio. Euro in die Erweiterung des Fernwärmenetzes und etwa 45 Mio. Euro in ihre Verdichtung investieren.

In Salzburg gibt es seit 1995 Fernwärme. Damals war das Fernwärmenetz 7,5 Kilometer lang. Das Wärmenetz in der Stadt Salzburg wurde vom HKW Salzburg Mitte aus versorgt. Heute misst das Fernwärmenetz allein in der Stadt rund 160 Kilometer. Rund 230 Kilometer Netzlänge weist das gesamte Wärmeverbundnetz Salzburg-Hallein – inklusive Stadtnetz - auf. Mit den Landnetzen im Bundesland kommen weitere 70 Kilometer hinzu, damit betreibt die Salzburg AG Fernwärmenetze im Umfang von etwa 300 km Netzlänge und versorgt rund 24.000 Kundinnen und Kunden.
 

Heidi Roider
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