• Der erste Tanker kommt wieder durch die Straße von Hormus
  • Stadtwerke Aalen und Ex-Chef ringen weiter um gütliches Ende
  • Bayern kritisiert lange BEW-Genehmigungszeiten
  • Stadtwerke Schwäbisch Gmünd wollen ab 2027 ins Plus
  • Ladepark für Elektro-Busse der Stadtwerke Tübingen
  • Wenn eine Wärmepumpe im großen Stil um 100 Grad aufheizt
  • Offshore-Windkraft als Beschäftigungstreiber
  • Voltaris visiert sechsstellige Einbauzahl beim Smart Meter Rollout an
  • Ausbauziel für Offshore-Windkraft wird wohl verfehlt
  • Bund zahlt nächste halbe Milliarde ins EEG-Konto
Enerige & Management > Wirtschaft - Batteriehersteller will neues Berufsbild kreieren
Quelle: Shutterstock / Nep0
WIRTSCHAFT:
Batteriehersteller will neues Berufsbild kreieren
Die Bedeutung der Batterieherstellung vor allem für die Automobilindustrie wächst. Noch gibt es aber kein definiertes Berufsbild für die Branche. Das könnten sich in Zukunft ändern.
 
Der chinesische Batteriehersteller „CATL“ setzt sich für ein eigenes Berufsbild für den aufstrebenden Industriebereich ein. In diesem Jahr starte zunächst ein neues Qualifizierungsprogramm für Nachwuchskräfte, teilte das Unternehmen mit Deutschlandsitz in Arnstadt in Thüringen mit.

Es gehe dabei um einen Zertifikatslehrgang, der Auszubildenden Basiswissen im Bereich Batterietechnologie vermittle. Der Kurs richte sich an junge Leute, die sich im zweiten Ausbildungsjahr befinden. Nach einem erfolgreichen Test würden Zertifikate der Industrie- und Handelskammer (IHK) vergeben.

„Mit dem neuen Zertifikatslehrgang investieren wir gezielt in das Wissen und die Zukunft unserer Auszubildenden“, äußerte der Deutschland-Geschäftsführer von Catl, Matt Shen. Neue Technologien erforderten neue Ausbildungsinhalte, in einigen Fällen aber auch neue Berufsbilder, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die IHK Südthüringen und Catl arbeiteten deshalb nicht nur in der Ausbildung, sondern auch bei einem neuen Berufsprofil zusammen.

IHK und Unternehmen arbeiten bei Berufsbild zusammen

In einem nächsten Schritt würde zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung die Etablierung einer neuen beruflichen Fachrichtung im dualen Ausbildungssystem geprüft. Es gehe darum, den stark wachsenden Qualifikationsbedarf der Batterieindustrie langfristig zu decken.

In Arnstadt produziert Catl seit 2023 Batteriezellen. Die Fertigung soll schrittweise hochgefahren werden. Derzeit werden an dem Thüringer Standort rund 1.700 Arbeitnehmer sowie etwa 30 Auszubildende beschäftigt. Die Contemporary Amperex Technology Thuringia GmbH beliefert verschiedene Autohersteller in Deutschland und Europa.

Fachkräftebedarf soll gesichert werden

Die Kooperationen mit einem der weltweit größten Batteriehersteller zeige, „dass internationale Unternehmen und regionale Institutionen gemeinsam Verantwortung für die Fachkräftesicherung übernehmen“, erklärte der Präsident der IHK Südthüringen, Torsten Herrmann.

Die Ausbilder würden über ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Projekt geschult. Ziel sei, praxisnahe Qualifizierungsangebote für die Batteriebranche zu entwickeln und damit zur Fachkräftesicherung beizutragen. Dabei gehe es um technischen Fachwissens von Materialkunde über Fertigungsprozesse bis hin zum Recycling. Aber auch rechtliche und arbeitsschutzrelevante Themen spielten eine Rolle, die sich aus dem Einsatz neuer Technologien ergeben.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 05.01.2026, 10:32 Uhr

Mehr zum Thema