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Enerige & Management > Bilanz - Axpo treibt Ausbau des internationalen Geschäfts voran
Quelle: Fotolia / daboost
BILANZ:
Axpo treibt Ausbau des internationalen Geschäfts voran
Der Schweizer Energiekonzern Axpo hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem rückläufigen Ebit abgeschlossen. Trotzdem ist das Management zufrieden.
 
Der Schweizer Stromkonzern Axpo hat das Geschäftsjahr 2024/25 (1. Oktober 2024 bis 30. September 2025) mit einem bereinigten Gewinn (Ebit) von umgerechnet 1,35 Milliarden Euro (1.261 Millionen Schweizer Franken) abgeschlossen. Im Geschäftsjahr zuvor lag das Ebit bei 1,98 Milliarden Euro. Das Ergebnis liegt laut dem Geschäftsbericht der Axpo unter den „außerordentlichen Ergebnissen der beiden Vorjahre“, aber deutlich über den Ergebnissen in den Jahren davor. Entsprechend zeigt sich der Versorger zufrieden. 

Das Unternehmensergebnis lag bei rund 941 Millionen Euro. (Vorjahr: 1,61 Milliarden Euro). Der Rückgang ist unter anderem auf ein niedrigeres Finanzergebnis aufgrund der geringeren Performance des Fonds für die Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke (Stenfo) zurückzuführen. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,62 Milliarden Euro auf 33,82 Milliarden Euro. 

Die langfristig ausgerichtete Strategie würde sich auch in einem anspruchsvollen Umfeld bewähren, teilte Axpo-CEO Christoph Brand zusammenfassend mit: „Wir investieren konsequent in die Schweizer Energieinfrastruktur, bauen die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aus und entwickeln unser internationales Kunden- und Handelsgeschäft erfolgreich weiter.“

Axpo hat weniger Strom produziert

Die Bruttoinvestitionen beliefen sich auf 708 Millionen Euro (Vorjahr: 545 Millionen Euro), wovon rund 302 Millionen Euro auf die Schweiz entfielen. Axpo erhöhte ihre internationale Kapazität im Solarbereich um 219,5 MW und im Windbereich um 43,5 MW. In Frankreich erhielt das Unternehmen Zuschläge für 163 MW. In Deutschland startete der Bau des 100. Windparks, in Finnland ging der erste Onshore-Windpark nach elf Monaten Bauzeit in Betrieb. In Spanien schloss Axpo die Bauarbeiten an der 200 MW-Klasse des Solarparks Vilecha ab, der 2026 ans Netz gehen soll.

Die Stromproduktion ging um rund 10 Prozent auf 32,4 Milliarden kWh zurück. Dies ist laut den Schweizern insbesondere auf geplante und ungeplante Unterbrechungen bei den Kernkraftwerken Beznau und Gösgen sowie den wetterbedingten Rückgang bei der Stromproduktion aus Wasserkraft zurückzuführen. 

Die Position im internationalen Kunden- und Handelsgeschäft baute Axpo hingegen weiter aus. Axpo entwickelt Produkte und Energielösungen für ihre Kunden – von Privatkunden über KMU bis zu industriellen Großkunden. Das Unternehmen handelt zudem physische Energiemengen und energiebezogene Finanzprodukte an allen wichtigen europäischen Energiemärkten sowie in den USA und in Asien.

Insgesamt verwaltet Axpo ein Portfolio von 85 Milliarden kWh erneuerbarer Energie und beliefert in Italien, Spanien, Portugal und Polen rund 1,7 Millionen Lieferpunkte (Privathaushalte und KMU) mit Strom. Über die vergangenen zehn Jahre trug dieser Geschäftsbereich rund 60 Prozent zum Betriebsergebnis bei und bietet auch für die Zukunft weiteres Wachstumspotenzial. 

Axpo plant in den kommenden Jahren rund 2 Milliarden Schweizer Franken, also rund 2,14 Milliarden Euro, in die Schweizer Energieinfrastruktur zu investieren. Darin noch nicht enthalten ist der mögliche Bau eines Reservekraftwerks im Auhafen in Muttenz. Auch nicht darin enthalten sind die zusammen mit den anderen Aktionären geplanten Investitionen in Unterhalt und Sicherheit der Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen, ebenfalls in Höhe von 2 Milliarden Schweizer Franken.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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