
Quelle: E&M / Meyer-Tien
STROMNETZ:
Auch N-Ergie Netz bietet Überbauung an
Der Verteilnetzbetreiber aus Nürnberg, N-Ergie Netz, hat für Kunden nun eine Vereinbarung für flexible Netzanschlüsse vorgelegt.
Bei der N-Ergie Netz können Kunden, die einen Netzanschluss für eine Erzeugungsanlage benötigen, ein „Flexible Connection
Agreement (FCA)“ abschließen. Damit lassen sich weitere Erneuerbare an das bereits hoch ausgelastete Stromnetz in der Region
anbinden, teilte das Unternehmen mit.
Die Anschlussvereinbarungen mit Anlagenbetreibenden sind vor allem für Windkraftprojekte im mittelfränkischen Netzgebiet der N-Ergie Netz gedacht. „Hier sind die Planungen für Windvorranggebiete bereits weit fortgeschritten“, teilt der Nürnberger Verteilnetzbetreiber mit. Unter entsprechenden Bedingungen können neue Anlagen ins Netz integriert werden, obwohl die Anschlusskapazitäten noch nicht vollumfänglich zur Verfügung stehen.
Das Unternehmen nutzt dazu einen neu geschaffenen Passus im Energiewirtschaftsgesetz. Dieser erlaubt nun flexible Netzanschlussvereinbarungen. Im Klartext heißt das, dass hinter einem Netzanschlusspunkt mehr Erzeugungsleistung stehen darf, als der Netzanschlusspunkt eigentlich abtransportieren kann. Diese Praxis wird als Überbauung bezeichnet. Die N-Ergie hat die Überbauung nun in den FCA vertraglich konkretisiert.
Für Windkraftanlagen bietet die N-Ergie Netz GmbH künftig zeitlich begrenzte FCA an, „die die Einspeisung zu knapp 90 Prozent der Zeit im Jahresverlauf erlauben“. Lediglich Zeiten mit hoher PV-Erzeugung seien ausgeschlossen.
„So entfallen für Windkraftanlagen die tendenziell windärmeren Sommermonate in den sonnenreichen Stunden zwischen 10 und 16 Uhr“, heißt es weiter. Allerdings entsprechen die Ausschlusszeiten von PV-Spitzen zum großen Teil den Zeiten negativer Strompreise an der Börse. Das EEG sehe künftig währenddessen sowieso keine Vergütung mehr vor. „Die Rentabilität der Windkraftanlagen wird somit nur in sehr geringem Umfang beeinträchtigt.“
Auch LEW-Netztochter unter den Pionieren
LEW Verteilnetz in Augsburg hat im März die Leistung eines Netzanschlusspunktes ebenfalls überbauen lassen (wir berichteten). Ein neuer Transformator, der im Herbst ans Netz geht, kommt auf eine Leistung von 80 MW. Projektentwickler konnten sich um die Kapazität bewerben.
Die LEW Verteilnetz hat letztendlich sieben Projekte mit einer Gesamtleistung von 126 MW ausgewählt, die dann die 80 MW Leistung nutzen können. Dabei wurde eine Kombination aus verschiedenen Erzeugungsanlagen bevorzugt: drei Batteriespeicher mit 61 MW Gesamtleistung, drei PV-Anlagen mit 44 MW Gesamtleistung und eine Windkraftanlage mit 22 MW.
Die Anschlussvereinbarungen mit Anlagenbetreibenden sind vor allem für Windkraftprojekte im mittelfränkischen Netzgebiet der N-Ergie Netz gedacht. „Hier sind die Planungen für Windvorranggebiete bereits weit fortgeschritten“, teilt der Nürnberger Verteilnetzbetreiber mit. Unter entsprechenden Bedingungen können neue Anlagen ins Netz integriert werden, obwohl die Anschlusskapazitäten noch nicht vollumfänglich zur Verfügung stehen.
Das Unternehmen nutzt dazu einen neu geschaffenen Passus im Energiewirtschaftsgesetz. Dieser erlaubt nun flexible Netzanschlussvereinbarungen. Im Klartext heißt das, dass hinter einem Netzanschlusspunkt mehr Erzeugungsleistung stehen darf, als der Netzanschlusspunkt eigentlich abtransportieren kann. Diese Praxis wird als Überbauung bezeichnet. Die N-Ergie hat die Überbauung nun in den FCA vertraglich konkretisiert.
Für Windkraftanlagen bietet die N-Ergie Netz GmbH künftig zeitlich begrenzte FCA an, „die die Einspeisung zu knapp 90 Prozent der Zeit im Jahresverlauf erlauben“. Lediglich Zeiten mit hoher PV-Erzeugung seien ausgeschlossen.
„So entfallen für Windkraftanlagen die tendenziell windärmeren Sommermonate in den sonnenreichen Stunden zwischen 10 und 16 Uhr“, heißt es weiter. Allerdings entsprechen die Ausschlusszeiten von PV-Spitzen zum großen Teil den Zeiten negativer Strompreise an der Börse. Das EEG sehe künftig währenddessen sowieso keine Vergütung mehr vor. „Die Rentabilität der Windkraftanlagen wird somit nur in sehr geringem Umfang beeinträchtigt.“
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Freitag, 14.03.2025, 16:07 Uhr
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