• Warmes Wetter schickt Preise abwärts
  • KI soll Sicherheitsprognosen für Endlager verbessern
  • Kraftwerksausschreibungen werfen viele Fragen auf
  • Kein Zwang mehr zum günstigsten Preis
  • Ukraine erhält erstmals LNG über Deutschland
  • Niederlande setzen auf Offshore-Speicher
  • Investor warnt vor geplanter Reform der Netzanschlussverfahren
  • Die Wasserkraft in Nordrhein-Westfalen dümpelt vor sich hin
  • In weniger als acht Minuten Strom für 300 Kilometer laden
  • Versorger gibt 4 Prozent Zinsen für Sonnenstrom vom Acker
Enerige & Management > Stromnetz - Anschlag auf Stromversorgung in Erkrath gescheitert
Quelle: Katia Meyer-Tien
STROMNETZ:
Anschlag auf Stromversorgung in Erkrath gescheitert
Unbekannte wollten ein Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Erkrath sabotieren. Erst ein Bekennerschreiben machte die Behörden auf den Anschlagsversuch aufmerksam.
 
Unbekannte haben auf ein Umspannwerk in Erkrath bei Düsseldorf einen Anschlag verübt, der jedoch fehlgeschlagen ist. Auf der Plattform Indymedia habe die Gruppe Kommando Angry Birds den Anschlag für sich reklamiert, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert auf Anfrage. Es handele sich um einen Sabotageakt gegen die kritische Infrastruktur. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Erst durch ein am 5. Januar eingestelltes Bekennerschreiben seien die Behörden auf den fehlgeschlagenen Anschlag aufmerksam geworden. Als die Polizei das Umspannwerk vor Ort kontrollierte, stellte sie fest, dass dort tatsächlich ein Brandsatz deponiert worden war.

Aus dem Bekennerschreiben geht hervor, dass der Anschlag bereits vor einiger Zeit verübt worden sein dürfte, als es noch wärmer war. Man habe niemanden frieren lassen wollen, heißt es darin. Der Anschlag habe außerdem einem Industriegebiet gegolten.

Als Motiv wird in dem Bekennerschreiben die Belastung der Menschen durch Umweltgifte genannt. „Unsere Grenzen sind überschritten“, heißt es. Die linksextremistische Gruppe Kommando Angry Birds hatte auch einen Anschlag auf die Bahn-Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg Ende Juli für sich reklamiert.

In Berlin hatte es vor einigen Tagen einen Anschlag auf das Stromnetz gegeben: Nach einem mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlag auf eine Kabelbrücke war in mehreren Vierteln im Südwesten der Stadt für mehrere Tage der Strom ausgefallen.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 08.01.2026, 13:32 Uhr

Mehr zum Thema