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Enerige & Management > Stromnetz - 50 Jahre alte Leitung wird fit für die Energiewende
Umbau statt Neubau: Die Trasse zwischen den Umspannwerken Rötz und Oberviechtach. Quelle: Bayernwerk
STROMNETZ:
50 Jahre alte Leitung wird fit für die Energiewende
Die Stromnetzbetreiber nutzen alle Möglichkeiten, um die Kapazität ihrer Anlagen zu erhöhen. Beim Bayernwerk wird gerade eine 50 Jahre alte Leitung fit gemacht für die Energiewende.
 
Die Umstände sind schon besonders: Die 110-kV-Leitung zwischen Rötz und Oberviechtach in der Oberpfalz ist gut 50 Jahre alt und kann schon lange nur noch mit gedrosselter Leistung betrieben werden. Der Grund sind Straßen und Wege, die im Laufe der Jahrzehnte darunter entstanden sind. Zu ihnen müssen Mindestabstände eingehalten werden. Das Problem: Bei voller Leistung dehnen sich die Seile so weit aus, dass das nicht mehr in jedem Fall gewährleistet ist. Das soll sich jetzt ändern.

Seit Ende Januar wird die 17 Kilometer lange Trasse umgebaut. Ziel ist es in erster Linie, den Leiterseilen mehr Bodenfreiheit zu verschaffen. Teilweise werden einzelne Stahlteile an den 48 Masten ausgewechselt, sechs werden erhöht und zwei ganz erneuert.

„Damit machen wir die Leitung fit für die Energiewende“, erklärte Alexander Linke, der beim Bayernwerk zuständige Projektleiter. Der Umbau der Leitung ermöglicht es, dass zukünftig mehr Strom, der in Photovoltaik-, Wind- oder Biogas-Anlagen in den Landkreisen Cham und Schwandorf erzeugt wird, ins Verteilnetz eingespeist werden kann. Denn nach der Modernisierung kann die Leitung mit der vollen Leistung betrieben werden.“ Ein Vorteil der Maßnahme sei auch, dass bestehende Infrastruktur optimal genutzt werde.

Die Bauarbeiten beginnen im südlichen Abschnitt der Trasse bei Rötz. In den kommenden Wochen wandert die Baustelle Richtung Oberviechtach. Der genaue Ablauf richtet sich, so das Bayernwerk, nach dem Wetter und berücksichtigt Vegetation und Tierwelt. Mit den Arbeiten wurde die Omexom Hochspannung GmbH beauftragt. Sie sollen im Sommer abgeschlossen werden, die Kosten belaufen sich nach Angaben des Netzbetreibers auf rund 5 Millionen Euro.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Dienstag, 06.02.2024, 11:30 Uhr

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