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Enerige & Management > Stromnetz - 50 Hertz nimmt Ersatzneubau in Betrieb
Quelle: Katia Meyer-Tien
STROMNETZ:
50 Hertz nimmt Ersatzneubau in Betrieb
Der Übertragungsnetzbetreiber hat 300 Millionen Euro in ein Netzverstärkungsprojekt investiert, das auch ungeplante Stromflüsse nach Tschechien verringern wird.
 
50 Hertz hat die 380-kV-Freileitung Röhrsdorf-Weida-Remptendorf in Betrieb genommen. Laut einer Mitteilung des Übertragungsnetzbetreibers handelt es sich bei dem 109 Kilometer langen Stück, das durch die Bundesländer Sachsen und Thüringen führt, um einen Ersatzneubau. Damit sei ein wichtiger Meilenstein beim Netzausbau erreicht, heißt es weiter. Denn es sei eine bestehende alte Stromtrasse durch eine wesentlich leistungsfähigere Leitung ersetzt worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ist die Stromübertragungsfähigkeit um 40 gestiegen.

Vier Bestandsmasten seien wiederverwendet worden, 271 Masten seien neu errichtet worden, da die ursprünglichen Masten nicht in der Lage gewesen wären, die neuen Leiterseile zu tragen. Rund 300 Millionen Euro hat 50 Hertz für die Netzverstärkung investiert. Diese sei erforderlich gewesen, um die zunehmende Erzeugung aus erneuerbaren Energien ins Stromsystem integrieren und Kapazitätsengpässe vermeiden zu können. Mit der neuen Leitung werden sich auch ungeplante Stromflüsse Richtung Tschechien verringern, heißt es von Seiten des Übertragungsnetzbetreibers.

„Mit der Netzverstärkung Röhrsdorf-Weida-Remptendorf geht heute eine weitere für unsere Regelzone sehr wichtige neue Stromleitung pünktlich und vollständig in Betrieb“, erklärte Stefan Kapferer am 24. Oktober 2025. Die Leitung habe zudem eine überregionale Bedeutung, denn sie verbessere die Verbindung zwischen dem 50Hertz-Netz und dem Netz von Tennet, so der Vorsitzende der 50-Hertz-Geschäftsführung.
Gleichzeitig bekräftigte Kapferer, dass 50Hertz bis 2028 „deutlich über 20 Milliarden Euro“ in den Netzausbau, die Digitalisierung und weitere Technologien investieren werde.
 
 

Fritz Wilhelm
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