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Enerige & Management > Wasserkraft - 40 bis 60 Millionen Euro Schäden am Pumpspeicher Kaprun
Quelle: Pixabay / Thomas Ehrhardt
WASSERKRAFT:
40 bis 60 Millionen Euro Schäden am Pumpspeicher Kaprun
Die Schäden dürften das Ergebnis für das Geschäftsjahres 2026 um einen zweistelligen Millionenbetrag verringern, meldete der österreichische Konzern Verbund 
 
Mit insgesamt rund 40 bis 60 Millionen Euro dürften sich die Schäden an Teilen der Pumpspeichergruppe Kaprun auf die Bilanz des österreichischen Stromkonzerns Verbund auswirken. Der größte Teil davon wird das Konzernergebnis des Jahres 2026 verringern, meldete das Unternehmen am 10. Dezember nach Vorliegen der Reparaturpläne. 

Wie berichtet, sind der neue Pumpspeicher Limberg III sowie die Hauptstufe von Kaprun („Limberg I“) seit Anfang November defekt. Im Zuge der seit September laufenden Inbetriebnahme von Limberg III ergaben sich Isolationsfehler bei den Generatoren der beiden Maschinensätze, die jeweils 240 MW leisten.

Wie der Verbund nun mitteilte, kann die Inbetriebnahme der Maschine 2 voraussichtlich im Sommer 2026 wieder aufgenommen werden, jene der Maschine 1 im Winter 2026/27. Der Hersteller der Generatoren, der österreichische Maschinenbaukonzern Andritz Hydro, wird die beiden Maschinen dem Verbund zufolge „vor Ort in der Kaverne umfassend reparieren“.

Im Zuge der Schadensanalyse habe sich ergeben, „dass die Rotoren in möglichen Ausnahmefällen besonders hohen Kräften ausgesetzt sind, die laut dem Hersteller zu einer Überbeanspruchung des Isolationssystems und in der Folge zum Ausfall geführt haben“. 

Bei Limberg I wiederum fiel bei Schwarzstarttests ein Großtransformator aus, den die niederländische Royal Smit im Zuge der Modernisierung des 160 MW leistenden Kraftwerks in den Jahren 2020 bis 2024 geliefert hatte. Er wird nun durch einen neuen Transformator ersetzt. Dafür habe die Royal Smit eine Lieferzeit von rund einem Jahr veranschlagt, berichtete der Verbund.

Ihm zufolge unterliegt die Behebung des Schadens einer Gewährleistungspflicht. Die Ursache des Ausfalls steht noch nicht fest. Um sie zu eruieren, wird der Transformator bis Ende der Woche zu Tal gebracht und dort in einer eigens vorbereiteten Halle zerlegt.
 

Klaus Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 10.12.2025, 14:25 Uhr

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