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Enerige & Management > Gas - Uniper sichert sich LNG aus Kanada
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GAS:
Uniper sichert sich LNG aus Kanada
Das Staatsunternehmen aus Düsseldorf will für die kommenden 20 Jahre verflüssigtes Erdgas aus Nordamerika beziehen. Die Anlage muss noch gebaut werden.
 
 
Der mehrheitlich bundeseigene Energiekonzern Uniper hat sich langfristige Liefermengen für verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Kanada gesichert. Gemeinsam mit der Nisga’a Nation sowie den kanadischen Projektentwicklern Western LNG und Rockies LNG unterzeichnete das Unternehmen eine Liefer- und Abnahmevereinbarung für das geplante Ksi-Lisims-LNG-Projekt in der kanadischen Provinz British Columbia. Die ersten Lieferungen werden ab 2032 erwartet, teilte Uniper mit. 

Die Vereinbarung zwischen den Partner hat eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren. Uniper sichert sich jährlich rund 30 Milliarden kWh Erdgas auf Free-on-Board-Basis (FOB). Nach Unternehmensangaben sollen die frei disponierbaren LNG-Mengen das bestehende Beschaffungsportfolio ergänzen und zusätzliche Flexibilität schaffen, um bei Bedarf zur Versorgungssicherheit in Europa beizutragen.

Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich um die erste große langfristige LNG-Liefer- und Abnahmevereinbarung zwischen Kanada und Deutschland. Das Ksi-Lisims-LNG-Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Geplant ist eine Anlage auf dem Gebiet der Nisga’a Nation.

Die Nisga’a Nation ist eine anerkannte indigene Selbstverwaltung (First Nation) in der kanadischen Provinz British Columbia. Die Nisga’a Nation ist dabei nicht nur Grundstückseigentümerin, sondern auch Projektpartnerin und Miteigentümerin des Ksi-Lisims-LNG-Projekts.

Die Projektentwickler heben hervor, dass die Anlage überwiegend mit Wasserkraft betrieben werden soll. Dadurch sei Ksi Lisims als eine der LNG-Anlagen mit den niedrigsten CO2-Emissionen weltweit konzipiert. Mithilfe von zwei schwimmenden Produktions- und Speichereinheiten soll eine Exportkapazität von jährlich rund 164 Milliarden kWh Erdgas LNG erreicht werden.

Die Bedeutung der Vereinbarung unterstrich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in einem Statement: „Genau so stärken wir unsere Resilienz: mit neuen Bezugsquellen, langfristigen Partnerschaften und mehr Diversifizierung.“

Uniper-CEO Michael Lewis ergänzte: „Mit der Unterzeichnung dieses langfristigen Abnahmevertrags stärken wir unser Portfolio um eine verlässliche LNG-Bezugsquelle aus Kanada. Als vertrauensvoller Partner trägt Kanada dazu bei, die Energieversorgung Europas breiter aufzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Herausforderungen zu erhöhen.“ 

Mit dem Vertrag will Uniper sein LNG-Beschaffungsportfolio breiter aufstellen. Neben Lieferbeziehungen aus den USA, dem Nahen Osten und weiteren Regionen erschließt sich das Unternehmen damit künftig auch eine langfristige Bezugsquelle aus Kanada. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass das Ksi-Lisims-LNG-Projekt wie geplant genehmigt, finanziert und errichtet wird. (sag)
 

Stefan Sagmeister
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