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Enerige & Management > Bilanz - Uniper liefert deutlich schwarze Zahlen
Quelle: Fotolia / Andrey Popov
BILANZ:
Uniper liefert deutlich schwarze Zahlen
Das staatsunternehmen Uniper hat seine Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres vorgelegt. Die sind nicht schlecht. 
 
Uniper hat im ersten Quartal anders als im Vorjahrszeitraum keine roten Zahlen geschrieben, nachdem die Optimierungsaktivitäten im Gasgeschäft das Ergebnis nicht mehr belastet hätten, wie der verstaatlichte Energiekonzern erklärte. Diese Belastung aus 2025 entfalle ab diesem Jahr, erklärte das in Düsseldorf ansässige Unternehmen. Die Jahresprognose für 2026 wurde bestätigt.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag nach drei Monaten bei 407 Millionen Euro, nachdem hier im Vorjahr ein Minus von 139 Millionen Euro angefallen war. Der bereinigte Nettogewinn belief sich auf 231 Millionen Euro - hier hatte im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 143 Millionen Euro zu Buche gestanden.

„Uniper ist gegenüber extremen Marktbewegungen resilienter aufgestellt als in der Vergangenheit“, sagte CEO Michael Lewis. Das Unternehmen beziehe derzeit kein Flüssiggas (LNG) aus dem Nahen Osten. „Unser diversifiziertes Gas- und LNG-Beschaffungsportfolio ist gegenüber geopolitischen Risiken und daraus resultierenden Marktschwankungen breit aufgestellt.“

Stabil entwickelte sich nach Unternehmensangaben auch das operative Geschäft trotz der hohen Preisvolatilität infolge des Konflikts im Nahen Osten. Im Segment Green Generation lag das bereinigte Ebitda mit 250 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau.

Das schwedische Wasser- und Kernkraftgeschäft profitierte von höheren Strompreisen in Nordskandinavien infolge geringerer Windstromproduktion und trockenen Wetters. Belastet wurde das Ergebnis hingegen durch die ungeplante Nichtverfügbarkeit des schwedischen Kernkraftwerks Oskarshamn 3 sowie geringe Wasserzuflüsse bei der deutschen Wasserkraft.

Im Segment Flexible Generation erreichte Uniper mit 156 Millionen Euro trotz kleinerem Portfolio und geringerer Stromerzeugung nahezu das Vorjahresniveau. Unterstützend wirkten dabei höhere Erlöse aus dem britischen Kapazitätsmarkt.


Uniper bestätigte die im März ausgegebene Jahresprognose, die für 2026 bei kleinerem Portfolio ein Ergebnis auf Vorjahresniveau vorsieht. Ziel ist ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von 350 bis 600 Millionen Euro.

Uniper befindet sich zu 99,12 Prozent im Besitz des Bundes, nachdem das Unternehmen vor mehr als drei Jahren mit einer Geldspritze von rund 13,5 Milliarden Euro gerettet werden musste. Nach EU-Vorgaben muss Berlin seine Beteiligung auf 25 Prozent plus 1 Aktie abschmelzen. Bislang ist unklar, wie dies geschehen soll.
 

Claus-Detlef Grossmann
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 12.05.2026, 16:45 Uhr

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