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Enerige & Management > Stromspeicher - Twaice will schneller wachsen
Quelle: Fotolia / malp
STROMSPEICHER:
Twaice will schneller wachsen
Twaice, Anbieter einer Datenanalyseplattform für Batteriespeicher mit Sitz in München, hat ein langfristiges Darlehen der Europäischen Investitionsbank über 24 Millionen Euro erhalten.
 
Laut einer Mitteilung von Twaice sollen die nun von der EIB als Darlehen gewährten 24 Millionen Euro dabei helfen, die Produktentwicklung zu beschleunigen und das internationale Geschäft auszubauen. Die Verantwortlichen des 2018 gegründeten Anbieters von Batteriespeicheranalytik sehen für ihr Geschäftsmodell ein vielversprechendes Umfeld. Denn Batterien seien das „Herzstück von Europas umweltfreundlicher Energiezukunft“, wie es Stephan Rohr, CO-CEO von Twaice formuliert.

Eine Umfrage des Unternehmens zwischen Oktober und Dezember 2025 mit insgesamt 287 Teilnehmern, von denen 117 sowohl Großspeicher betreiben als auch Speicherportfolien managen, hatte ergeben, dass 45 Prozent der Befragten sehr häufig oder zumindest häufig mit unerwarteten technischen Problemen im Betrieb vor Ort konfrontiert sind. Und für 59 Prozent ist die Suche und Analyse von Fehlern die aufwendigste Tätigkeit im täglichen Betrieb.

Angesichts dieser Ergebnisse zeige sich die große Bedeutung betriebstauglicher Analytik für Echtzeitentscheidungen, vorausschauender Wartung und der Automatisierung von Arbeitsabläufen. Betreiber wollten zunehmend einen proaktiven, datengetriebenen Betrieb ihrer Speicher und weg von einer reaktiven Fehlerbehebung.

Im Jahr 2025 habe sich das Speicher-Geschäft von Twaice – ohne dass das Unternehmen Finanzkennzahlen angibt – fast verdreifacht. Dies sei ein deutliches Zeichen für die wachsende Nachfrage nach operativen Lösungen, um Speicher-Flotten sicher und effizient skalieren zu können. Laut Twaice seien Kunden mit der entsprechenden Analytik in der Lage gewesen, ihre verfügbare Speicherleistung um 5 Prozent zu verbessern. Gleichzeitig hätten sie mit automatisierten Prozessen und Reports die Analysezeit pro Anlage um 80 bis 90 Prozent reduzieren können.

Ein Zusatznutzen der prädiktiven Analytik: Batterieentwickler können die Degradation frühzeitig erkennen, die Leistung optimieren und letztlich die Lebensdauer erhöhen. Die Auswertung zahlreicher Daten, seien es Echtzeitdaten oder historische Daten, helfe, Innovationen in den Bereichen Zelldesign, Steuerungssoftware und Ressourcennutzung zu beschleunigen. So könnten Batterien schneller und zu niedrigeren Kosten auf den Markt kommen.
 
 

Fritz Wilhelm
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