Quelle: Fotolia / Eisenhans
BILANZ:
SWM verdienen genug für Investitionen und Stadtsäckel
Die Stadtwerke München stemmen ihre Milliardeninvestitionen nach wie vor aus eigener Kraft.
Die Stadtwerke München (SWM), mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 und 12.000 Beschäftigten im Konzern eines der größten Stadtwerke überhaupt, blicken auf eine „stabile“ Geschäftsentwicklung im vergangenen
Jahr zurück. Investiert wurde wieder 1 Milliarde Euro, das hat das Team von SWM-Chef Florian Bieberbach auch im laufenden Jahr vor. Der operative Cashflow, ebenfalls
ein Zeichen für die Finanzkraft, blieb bei beneidenswerten 1,6 Milliarden Euro.
Aus Anlass des Testats für den Konzernabschluss 2025 meldet das Querverbund-Unternehmen im alleinigen Besitz der Landeshauptstadt München einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 428 Millionen Euro. Er wurde vor allem von der Energiesparte getragen. Die in der Tochter MVG gebündelte Mobilitätssparte war dagegen wieder hochdefizitär.
Auch wenn das Ebit gegenüber dem Vorjahr massiv zurückging, als noch bei 575 Millionen Euro gelegen hatte, betonten die SWM, dass man in das Niveau des langjährigen Gewinndurchschnitts gekommen sei, denn das Ebit 2024 sei von Einmaleffekten geprägt gewesen. Und fast kann dem Stadtwerk dieser Rückgang auch egal sein, denn nach Steuern erhöhte sich der Gewinn durch „außergewöhnliche Ergebniseffekte aus den Vorjahren“ auf 524 Millionen Euro. Florian Bieberbach, Energiemanager des Jahres 2024, nannte dieses Ergebnis „erfreulich“.
Freuen dürfte das Ergebnis auch den neuen grünen Oberbürgermeister Dominik Krause, der im März den bisherigen SPD-OB Dieter Reiter in der Stichwahl besiegt hatte: Denn die SWM können ohne Weiteres die mit der klammen Landeshauptstadt vereinbarten jährlichen 100 Millionen Euro Gewinnausschüttung überweisen. Zusammen mit Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe beliefen sich die Zahlungen der SWM in den Stadtsäckel auf 233 Millionen Euro (2024: 242 Millionen Euro).
Ökostrategie geht weiter - keine Erfolgsprognose
Bei Erfolgsprognosen für 2026 gibt man sich angesichts der Turbulenzen am Persischen Golf und damit am Energiemarkt allerdings bedeckt. Strategisch wollten die SWM in diesem Jahr den Zubau relativ kleiner Wind- und PV-Anlagen im Großraum München fortführen, ebenso die Wärmewende, indem die Fernwärme sukzessive auf Geothermie umgestellt wird. Seit 2025 erzeugen die SWM bilanziell so viel Ökostrom, wie die gesamte Millionenstadt München einschließlich der Industriebetriebe verbraucht − ein Auftrag, den ihnen der Stadtrat im Jahr 2009 gegeben hatte.
Bei der Telekommunikation wollen die SWM beziehungsweise ihre Tochter M-Net München in Zusammenarbeit mit der Telekom zur ersten deutschen Großstadt machen, die überall bis zum Hausanschluss Glasfaser hat, und zwar sowohl bei Gewerbegebäuden als auch bei Wohnungen (Fiber to the home, FTTH).
Der Umsatzrückgang von 6,9 auf 6,3 Milliarden Euro ist auf die Entkonsolidierung der früheren Konzerngesellschaft Bayerngas Energy zurückzuführen. Die SWM hatten 2023 beschlossen, aus dem defizitären Erdgashandel und -großkundenvertrieb auszusteigen. Ein Verkauf der Gesellschaft scheiterte, daher wird die Bayerngas Energy sukzessive liquidiert.
Aus Anlass des Testats für den Konzernabschluss 2025 meldet das Querverbund-Unternehmen im alleinigen Besitz der Landeshauptstadt München einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 428 Millionen Euro. Er wurde vor allem von der Energiesparte getragen. Die in der Tochter MVG gebündelte Mobilitätssparte war dagegen wieder hochdefizitär.
Auch wenn das Ebit gegenüber dem Vorjahr massiv zurückging, als noch bei 575 Millionen Euro gelegen hatte, betonten die SWM, dass man in das Niveau des langjährigen Gewinndurchschnitts gekommen sei, denn das Ebit 2024 sei von Einmaleffekten geprägt gewesen. Und fast kann dem Stadtwerk dieser Rückgang auch egal sein, denn nach Steuern erhöhte sich der Gewinn durch „außergewöhnliche Ergebniseffekte aus den Vorjahren“ auf 524 Millionen Euro. Florian Bieberbach, Energiemanager des Jahres 2024, nannte dieses Ergebnis „erfreulich“.
Freuen dürfte das Ergebnis auch den neuen grünen Oberbürgermeister Dominik Krause, der im März den bisherigen SPD-OB Dieter Reiter in der Stichwahl besiegt hatte: Denn die SWM können ohne Weiteres die mit der klammen Landeshauptstadt vereinbarten jährlichen 100 Millionen Euro Gewinnausschüttung überweisen. Zusammen mit Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe beliefen sich die Zahlungen der SWM in den Stadtsäckel auf 233 Millionen Euro (2024: 242 Millionen Euro).
Ökostrategie geht weiter - keine Erfolgsprognose
Bei Erfolgsprognosen für 2026 gibt man sich angesichts der Turbulenzen am Persischen Golf und damit am Energiemarkt allerdings bedeckt. Strategisch wollten die SWM in diesem Jahr den Zubau relativ kleiner Wind- und PV-Anlagen im Großraum München fortführen, ebenso die Wärmewende, indem die Fernwärme sukzessive auf Geothermie umgestellt wird. Seit 2025 erzeugen die SWM bilanziell so viel Ökostrom, wie die gesamte Millionenstadt München einschließlich der Industriebetriebe verbraucht − ein Auftrag, den ihnen der Stadtrat im Jahr 2009 gegeben hatte.
Bei der Telekommunikation wollen die SWM beziehungsweise ihre Tochter M-Net München in Zusammenarbeit mit der Telekom zur ersten deutschen Großstadt machen, die überall bis zum Hausanschluss Glasfaser hat, und zwar sowohl bei Gewerbegebäuden als auch bei Wohnungen (Fiber to the home, FTTH).
Der Umsatzrückgang von 6,9 auf 6,3 Milliarden Euro ist auf die Entkonsolidierung der früheren Konzerngesellschaft Bayerngas Energy zurückzuführen. Die SWM hatten 2023 beschlossen, aus dem defizitären Erdgashandel und -großkundenvertrieb auszusteigen. Ein Verkauf der Gesellschaft scheiterte, daher wird die Bayerngas Energy sukzessive liquidiert.
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Freitag, 17.04.2026, 17:03 Uhr
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