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Enerige & Management > Wärme - Rheinenergie stellt Glaswerk von Gas auf Strom um
Wärmepumpe für das Glaswerk in Obernkirchen. Quelle: Ardagh Glass
WÄRME:
Rheinenergie stellt Glaswerk von Gas auf Strom um
Das Kölner Versorger Rheinenergie errichtet für Ardagh Glass in Niedersachsen eine strombasierte Wärmeversorgung.
 
Wärmepumpen anstelle der Gasanlage: Rheinenergie realisiert gemeinsam mit dem Verpackungshersteller Ardagh Glass in Obernkirchen (Niedersachsen) eine strombasierte Wärmeversorgung mit 3,5 MW thermischer Leistung. Ab November 2026 sollen zwei Wärmepumpen die gasbasierte Versorgung ersetzen, teilt das Kölner Energieunternehmen mit. 

Das Projekt setzt der Geschäftsbereich „next energy solutions“ von Rheinenergie in einem Contracting-Modell um. Die neue Anlage kombiniert Wärmerückgewinnung und Wärmepumpentechnologie. Zum Einsatz kommen zwei Wärmepumpen mit jeweils 911 kW Heizleistung, als Kältemittel wird Ammoniak verwendet, heißt es. 

Die neue Wärmeversorgung soll an die bereits laufende Transformation des Standorts anknüpfen. Ardagh Glass produziert in Obernkirchen seit 2023 Behälterglas mit einer Hybrid-Schmelzwanne, die nach Angaben des Unternehmens die CO2-Emissionen der Glasproduktion reduziert. Für die Wärmeversorgung werden Abwärme beziehungsweise nutzbare Wärmequellen mit Wärmepumpen auf ein für den Betrieb erforderliches Temperaturniveau angehoben.

„Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, bundesweit mit skalierbaren Energielösungen zu wachsen und die industrielle Transformation aktiv mitzugestalten“, so Emil Issagholian, Leiter des Geschäftsbereichs Energiedienstleistungen und Fernwärme der Rheinenergie AG.

Ende Juli haben die Kölner mit dem Energiekonzern EnBW vereinbart, dessen Contracting-Geschäft zu übernehmen (wir berichteten). Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Bestätigung der zuständigen Kommunalaufsicht sowie der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde, die spätestens zum Jahresanfang 2027 erwartet werden. Das EnBW-Portfolio umfasst nach Unternehmensangaben rund 200 Anlagen. Rheinenergie würde damit künftig rund 800 Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 1.100 MW betreuen. (mf)
 

Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 13.08.2026, 08:55 Uhr

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