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Enerige & Management > Elektromobilität - Pfalzwerke statten Hornbach komplett aus
Die Vorstände Erich Harsch (Hornbach) und Dominik Habig (Pfalzwerke) am Standort Bornheim in der Pfalz. Quelle: Pfalzwerke
ELEKTROMOBILITÄT:
Pfalzwerke statten Hornbach komplett aus
Alle Hornbach-Baumärkte in Deutschland verfügen nun über Schnellladepunkte der Pfalzwerke. Beide Unternehmen verlängern ihre Zusammenarbeit langfristig und modernisieren die Standorte.
 
Die Pfalzwerke haben alle 97 Hornbach-Baumärkte in Deutschland mit Schnellladeinfrastruktur ausgestattet. Diese Konstellation sei bisher einzigartig in der deutschen Fachhandelslandschaft. Nach der Inbetriebnahme eines Ladeparks am Standort Potsdam verfüge nun jeder deutsche Markt über mindestens eine Schnellladesäule, teilten die Unternehmen mit. Gleichzeitig verlängerten beide Partner ihre seit Oktober 2018 bestehende Zusammenarbeit. Die Kooperationsvereinbarung gelte für weitere zehn Jahre, die Standortverträge seien um 15 Jahre verlängert worden, heißt es weiter.

Nach Angaben der Pfalzwerke umfasst das Netz an den Hornbach-Standorten insgesamt 253 Schnellladestationen mit 485 Ladepunkten. Davon entfallen 414 HPC-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 400 kW sowie 71 DC-Ladepunkte mit bis zu 50 kW. Rund 65 Prozent der Baumärkte verfügten über eine eigene Trafostation und könnten dadurch mehrere Ultraschnellladepunkte versorgen. Die Ladeinfrastruktur reicht den Angaben zufolge von Kiel bis Kempten sowie von Düren bis Görlitz. Technische Weiterentwicklung und höhere Ladeleistungen geplant

Die Schnellladepunkte befinden sich auf den Kundenparkplätzen der Baumärkte und sind während des Einkaufs nutzbar. Damit setzen beide Unternehmen auf das Destination Charging, bei dem Elektrofahrzeuge während eines ohnehin geplanten Aufenthalts geladen werden. Dieses Konzept gewinnt im Einzelhandel zunehmend an Bedeutung, da sich Ladevorgänge so mit alltäglichen Besorgungen verbinden lassen.

Die Kooperation zwischen den Pfalzwerken und Hornbach hatte 2018 mit Ladesäulen mit einer Leistung bis zu 50 kW begonnen. Mit dem Abschluss des bundesweiten Ausbaus endet nun zugleich die erste Phase des gemeinsamen Projekts. In den kommenden Jahren wollen beide Unternehmen die bestehende Ladeinfrastruktur modernisieren. Vorgesehen seien unter anderem höhere Ladeleistungen, technische Weiterentwicklungen sowie eine stärkere Einbindung der Ladeparks in die Abläufe an den Standorten. Ziel sei es, die Anlagen an die steigenden Anforderungen der Elektromobilität anzupassen.

Dominik Habig, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke, erklärte, die flächendeckende Ausstattung aller Hornbach-Standorte zeige, dass sich ein bundesweites Schnellladenetz an Handelsstandorten mit langfristiger Planung und entsprechenden Investitionen umsetzen lasse. Planung, Bau und Betrieb solcher Anlagen stellten hohe Anforderungen.

Alexander Häge, Bereichsleiter E-Mobility sowie Strategie und Unternehmensentwicklung bei den Pfalzwerken, begründete den Ausbau mit dem Ladeverhalten vieler Fahrer von Elektroautos. Diese wollten ihre Fahrzeuge bevorzugt dort laden, wo sie sich ohnehin aufhielten, etwa beim Einkaufen oder bei anderen Besorgungen. Deshalb setze das Unternehmen beim Aufbau seiner Ladeparks auf Kooperationen mit Handelsunternehmen.
 

Fritz Wilhelm
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