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Enerige & Management > Kernkraft - Panne in grenznahem Reaktor in Tschechien
Quelle: Shutterstock / Olga Khalizeva
KERNKRAFT:
Panne in grenznahem Reaktor in Tschechien
Eine elektronisches Bauteil legt Reaktorblock 2 in Temelin lahm − nur 60 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt. Die Anlage gilt als störanfällig.
 
Im umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist es zu einer Panne gekommen. Der Reaktorblock 2 wurde außerplanmäßig heruntergefahren und vom Netz getrennt, wie die Betreibergesellschaft CEZ mitteilte. Der Grund sei eine Fehlfunktion im Steuersystem für den nicht nuklearen Teil der Anlage gewesen. 

„Techniker haben das System überprüft und anschließend die betroffenen Elektronikteile in einem Leitschrank ausgewechselt“, teilte AKW-Sprecher Marek Svitak mit. Derzeit würden noch weitere Kontrollen stattfinden. Man rechne damit, dass der Reaktor im Laufe des Tages wieder seinen Betrieb aufnehmen werde. Der Reaktorblock 1 läuft davon unbeeinflusst weiter. 

Wenige Monate nach Jahresrevision 

Der Reaktorblock 2 war erst im April nach einer knapp zweimonatigen Jahresrevision wieder angefahren worden. Dabei war ein Teil der Brennelemente ausgetauscht worden. Ursprünglich sollte er danach bis zur nächsten Revision für 16 Monate laufen. Das ist eine Verlängerung gegenüber dem bisher üblichen Intervall um sechs Monate. 

Das AKW Temelin mit zwei Druckwasserreaktoren vom Typ WWER 1000/320 liegt weniger als 60 Kilometer von den Grenzen zu Bayern und Niederösterreich entfernt. Atomkraftgegner halten die Anlage wegen der Kombination von russischer Reaktor- mit amerikanischer Leittechnik für störanfällig. Bis zum Jahr 2040 will der EU-Mitgliedstaat den Anteil der Atomkraft am Strommix von derzeit etwa einem Drittel auf mehr als die Hälfte ausbauen. Dazu sollen am zweiten Standort Dukovany in Südmähren zwei neue AKW-Blöcke gebaut werden.
 

dpa
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Donnerstag, 17.09.2026, 10:46 Uhr

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