Quelle: Pixabay / PIRO
GEOTHERMIE:
Nächster Schritt für das Tiefengeothermieprojekt Rhein-Pfalz
Die „Regenerative Energien Neuhofen AöR“ beteiligt sich an der kommunalen Projektgesellschaft Geopfalz. Ein wichtiger Schritt für das geplante Geothermievorhaben Rhein-Pfalz.
Die Suche nach einem Standort für das Tiefengeothermieprojekt „Rhein-Pfalz“ hat eine wichtige Hürde genommen: Die kommunale
Projektgesellschaft Geopfalz hat im Rhein-Pfalz-Kreis in Neuhofen einen Standort für das geplante Tiefengeothermieprojekt
gefunden. Dort sollen im kommenden Jahr Bohrungen starten. Die „Regenerative Energien Neuhofen AöR“ (REN AöR) ist deshalb
nun Mitgesellschafterin der Geopfalz, teilte das Unternehmen am 16. Mai mit.
Geopfalz ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Speyer und der Stadt Schifferstadt und wurde 2023 gegründet. Sie soll in der Region um Speyer und Schifferstadt die Tiefengeothermie für die künftige Wärmeversorgung nutzbar machen.
Der erste Versuch zur Ansiedlung einer Geothermie-Anlage in der Ortsgemeinde Waldsee war im August vergangenen Jahres gescheitert (wir berichteten). Im Gewerbegebiet der Ortsgemeinde Waldsee gab es unterschiedliche Grundstückseigentümer, die offenbar nicht alle verkaufen wollten. So fehlten später benötigte Flächen für das Vorhaben.
Neuer Gesellschafter soll auch Fläche sichern
Mit dem Eintritt der REN AöR als Gesellschafterin wird nun „zugleich die Sicherung des neuen Standorts für den geplanten Bohrplatz in Neuhofen ermöglicht“, teilte die Projektgesellschaft dazu weiter mit. Das rund 3,5 Hektar große Areal bildet die Grundlage für die geplanten Tiefenbohrungen und die spätere Errichtung des Geothermie-Heizwerks. Von dort aus soll künftig regenerative Wärme aus Tiefengeothermie in die Wärmenetze der Region Vorderpfalz eingespeist werden.
Mit Hilfe der Tiefengeothermie soll in Neuhofen ebenfalls ein Nahwärmenetz aufgebaut werden. Wie die Fraktion der Grünen des Neuhofener Gemeinderates im März dieses Jahres mitteilten, soll die kommunale Anstalt REN AöR es ermöglichen, die „notwendigen hohen Investitionen zu tätigen, ohne dass die Kommunalaufsicht aufgrund der bereits hohen Verschuldung der Gemeinde Neuhofen eingreifen und das Projekt verbieten kann“.
„Perspektivisch eröffnet uns die Tiefengeothermie die Chance, ein lokales Wärmenetz aufzubauen und den Standort Neuhofen langfristig mit nachhaltiger und preisstabiler Wärme zu versorgen“, lässt sich Ralf Marohn (FDP), Ortsbürgermeister von Neuhofen, in der aktuellen Mitteilung der Geopfalz zitieren. Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) ergänzt: „Mit dem Eintritt der REN AöR wächst die Geopfalz weiter als kommunales Gemeinschaftsprojekt für die Region. Damit bündeln die beteiligten Kommunen ihre Kräfte, um die Wärmewende vor Ort gemeinsam voranzubringen.“
„Die Standortsicherung in Neuhofen ist ein wichtiger Schritt, um die nächsten Projektphasen vorbereiten zu können“, sagte Geopfalz-Geschäftsführerin Claire Weihermüller. An dem Standort sind zwei geothermische, multilaterale Dubletten geplant. Über die eine Bohrung wird heißes Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche gefördert, über die andere wird es nach dem Entzug der Wärme wieder in den Untergrund zurückgeführt.
Bohrungen für 2027 geplant, parallel läuft Forschungsprojekt
In den kommenden Monaten wird die Geopfalz die weiteren Planungen für den Bohrplatz sowie die Genehmigungsverfahren vorantreiben. Die Bohrphase soll 2027 beginnen. Bis 2030 wollen die Partner das Geothermie-Heizwerk realisieren, das die bestehenden und geplanten Wärmenetze der beteiligten Kommunen künftig mit Wärme versorgen sollen.
In das Projekt fließen gleichzeitig die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „agEnS“ ein, das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) mit insgesamt 44,4 Millionen Euro gefördert wird (wir berichteten). Das Projekt ist in den pfälzischen Städten Speyer und Schifferstadt angesiedelt und startete im Sommer 2024.
Der Name„Agens“ steht übersetzt für „Demonstration eines adaptiven, multilateralen Lagerstättenaufschlusses für geothermische Energie zur Seismizitäts- und Kostenmitigation im Oberrheingraben“. Das Verbundprojekt soll aufzeigen, dass durch eine neue Aufschlusstechnik, bei der von einer Hauptbohrung aus mehrere Seitenbohrungen erfolgen, das Reservoir so optimiert erschlossen werden kann, dass die Risiken induzierter Seismizität reduziert werden können. Die Geopfalz koordiniert das Projekt.
Geopfalz ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Speyer und der Stadt Schifferstadt und wurde 2023 gegründet. Sie soll in der Region um Speyer und Schifferstadt die Tiefengeothermie für die künftige Wärmeversorgung nutzbar machen.
Der erste Versuch zur Ansiedlung einer Geothermie-Anlage in der Ortsgemeinde Waldsee war im August vergangenen Jahres gescheitert (wir berichteten). Im Gewerbegebiet der Ortsgemeinde Waldsee gab es unterschiedliche Grundstückseigentümer, die offenbar nicht alle verkaufen wollten. So fehlten später benötigte Flächen für das Vorhaben.
Neuer Gesellschafter soll auch Fläche sichern
Mit dem Eintritt der REN AöR als Gesellschafterin wird nun „zugleich die Sicherung des neuen Standorts für den geplanten Bohrplatz in Neuhofen ermöglicht“, teilte die Projektgesellschaft dazu weiter mit. Das rund 3,5 Hektar große Areal bildet die Grundlage für die geplanten Tiefenbohrungen und die spätere Errichtung des Geothermie-Heizwerks. Von dort aus soll künftig regenerative Wärme aus Tiefengeothermie in die Wärmenetze der Region Vorderpfalz eingespeist werden.
Mit Hilfe der Tiefengeothermie soll in Neuhofen ebenfalls ein Nahwärmenetz aufgebaut werden. Wie die Fraktion der Grünen des Neuhofener Gemeinderates im März dieses Jahres mitteilten, soll die kommunale Anstalt REN AöR es ermöglichen, die „notwendigen hohen Investitionen zu tätigen, ohne dass die Kommunalaufsicht aufgrund der bereits hohen Verschuldung der Gemeinde Neuhofen eingreifen und das Projekt verbieten kann“.
„Perspektivisch eröffnet uns die Tiefengeothermie die Chance, ein lokales Wärmenetz aufzubauen und den Standort Neuhofen langfristig mit nachhaltiger und preisstabiler Wärme zu versorgen“, lässt sich Ralf Marohn (FDP), Ortsbürgermeister von Neuhofen, in der aktuellen Mitteilung der Geopfalz zitieren. Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) ergänzt: „Mit dem Eintritt der REN AöR wächst die Geopfalz weiter als kommunales Gemeinschaftsprojekt für die Region. Damit bündeln die beteiligten Kommunen ihre Kräfte, um die Wärmewende vor Ort gemeinsam voranzubringen.“
„Die Standortsicherung in Neuhofen ist ein wichtiger Schritt, um die nächsten Projektphasen vorbereiten zu können“, sagte Geopfalz-Geschäftsführerin Claire Weihermüller. An dem Standort sind zwei geothermische, multilaterale Dubletten geplant. Über die eine Bohrung wird heißes Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche gefördert, über die andere wird es nach dem Entzug der Wärme wieder in den Untergrund zurückgeführt.
Bohrungen für 2027 geplant, parallel läuft Forschungsprojekt
In den kommenden Monaten wird die Geopfalz die weiteren Planungen für den Bohrplatz sowie die Genehmigungsverfahren vorantreiben. Die Bohrphase soll 2027 beginnen. Bis 2030 wollen die Partner das Geothermie-Heizwerk realisieren, das die bestehenden und geplanten Wärmenetze der beteiligten Kommunen künftig mit Wärme versorgen sollen.
In das Projekt fließen gleichzeitig die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „agEnS“ ein, das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) mit insgesamt 44,4 Millionen Euro gefördert wird (wir berichteten). Das Projekt ist in den pfälzischen Städten Speyer und Schifferstadt angesiedelt und startete im Sommer 2024.
Der Name„Agens“ steht übersetzt für „Demonstration eines adaptiven, multilateralen Lagerstättenaufschlusses für geothermische Energie zur Seismizitäts- und Kostenmitigation im Oberrheingraben“. Das Verbundprojekt soll aufzeigen, dass durch eine neue Aufschlusstechnik, bei der von einer Hauptbohrung aus mehrere Seitenbohrungen erfolgen, das Reservoir so optimiert erschlossen werden kann, dass die Risiken induzierter Seismizität reduziert werden können. Die Geopfalz koordiniert das Projekt.
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 27.05.2026, 10:55 Uhr
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