Quelle: Stefan Sagmeister
VERTRIEB:
Leipzig stellt Fernwärmetarif um
Die Leipziger Stadtwerke ersetzen zum Jahresbeginn 2027 ihr bisheriges Standardprodukt durch den Tarif „L-Fernwärme“. Der Grundpreis steigt, der Arbeitspreis sinkt.
Die Leipziger Stadtwerke haben einen neuen Fernwärmetarif. Zum 1. Januar wird das bisherige Standardprodukt „wärme.kompakt“
schrittweise durch „L-Fernwärme“ ersetzt, heißt es in einer Mitteilung.
Der neue Tarif soll die veränderte Erzeugungs- und Kostenstruktur der Wärmeversorgung berücksichtigen. Während der Grundpreis steigt, sinkt der verbrauchsabhängige Arbeitspreis. Hintergrund sind Investitionen in neue Anlagen sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien und industrieller Abwärme.
Bis 2028 sollen nach Angaben der Stadtwerke rund 40 Prozent der Fernwärme aus erneuerbaren Quellen und Abwärme stammen. Dazu trägt unter anderem eine neue Solarthermieanlage im Leipziger Westen bei, die bereits Wärme ins Netz einspeist. Zudem entsteht derzeit eine Fernwärmetrasse von Leuna nach Leipzig, über die künftig industrielle Abwärme genutzt werden soll.
Mit der Umstellung verändert sich auch die Kalkulation der Fernwärmepreise. Die geringeren Brennstoffkosten sollen den Arbeitspreis senken. Zugleich werden die Investitionen in neue Erzeugungsanlagen stärker über den Grundpreis finanziert.
Für ein Mehrfamilienhaus mit zehn bis 15 Wohneinheiten und einer Anschlussleistung von 80 kW errechnen die Stadtwerke bei einem Wechsel eine jährliche Einsparung von 362 Euro brutto. Verglichen werden dabei die Konditionen des bisherigen Tarifs für 2026 mit denen des neuen Produkts für 2027. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen von den jeweiligen Anschluss- und Verbrauchsdaten ab.
Ab Januar 2027 wird „wärme.kompakt“ nicht mehr für Neukunden angeboten. Bestandskunden erhalten in den kommenden Wochen neue Vertragsunterlagen für die schrittweise Umstellung auf den Tarif „L-Fernwärme“. Daneben bieten die Stadtwerke weiterhin den Tarif „wärme.basis“ für Ausnahmefälle an.
a { text-decoration: none; color: #464feb;}tr th, tr td { border: 1px solid #e6e6e6;}tr th { background-color: #f5f5f5;}Bis Ende 2026 rechnen die Leipziger Stadtwerke mit Fernwärme-Neuanschlüssen von mehr als 25.000 kW Anschlussleistung. Das wären rund 50 Prozent mehr als vor fünf Jahren. „Die Fernwärme befindet sich deutschlandweit im Wandel. Mit dem gezielten Netzausbau und der Einbindung regionaler Quellen machen wir die Leipziger Wärmeversorgung unabhängiger von globalen Rohstoffmärkten“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Karsten Rogall.
Der neue Tarif soll die veränderte Erzeugungs- und Kostenstruktur der Wärmeversorgung berücksichtigen. Während der Grundpreis steigt, sinkt der verbrauchsabhängige Arbeitspreis. Hintergrund sind Investitionen in neue Anlagen sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien und industrieller Abwärme.
Bis 2028 sollen nach Angaben der Stadtwerke rund 40 Prozent der Fernwärme aus erneuerbaren Quellen und Abwärme stammen. Dazu trägt unter anderem eine neue Solarthermieanlage im Leipziger Westen bei, die bereits Wärme ins Netz einspeist. Zudem entsteht derzeit eine Fernwärmetrasse von Leuna nach Leipzig, über die künftig industrielle Abwärme genutzt werden soll.
Mit der Umstellung verändert sich auch die Kalkulation der Fernwärmepreise. Die geringeren Brennstoffkosten sollen den Arbeitspreis senken. Zugleich werden die Investitionen in neue Erzeugungsanlagen stärker über den Grundpreis finanziert.
Für ein Mehrfamilienhaus mit zehn bis 15 Wohneinheiten und einer Anschlussleistung von 80 kW errechnen die Stadtwerke bei einem Wechsel eine jährliche Einsparung von 362 Euro brutto. Verglichen werden dabei die Konditionen des bisherigen Tarifs für 2026 mit denen des neuen Produkts für 2027. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen von den jeweiligen Anschluss- und Verbrauchsdaten ab.
Ab Januar 2027 wird „wärme.kompakt“ nicht mehr für Neukunden angeboten. Bestandskunden erhalten in den kommenden Wochen neue Vertragsunterlagen für die schrittweise Umstellung auf den Tarif „L-Fernwärme“. Daneben bieten die Stadtwerke weiterhin den Tarif „wärme.basis“ für Ausnahmefälle an.
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© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 06.11.2026, 10:23 Uhr
Freitag, 06.11.2026, 10:23 Uhr
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