Der Netzausbau beschäftigt derzeit alle Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Quelle: Bayernwerk
STROMNETZ:
Langfristiger Ausbauplan soll helfen
Trotz Rekordinvestitionen in die Stromnetzinfrastruktur im Jahr 2025 gibt es bei Avacon – wie auch bei anderen Netzbetreibern – immer mehr Engpässe bei den Anschlusskapazitäten.
Avacon hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 206 Millionen Euro abgeschlossen. Insgesamt 101 Millionen Euro zahlt die Unternehmensgruppe an ihre Anteilseigner aus. Etwa 40 Prozent der Geschäftsanteile liegen bei 200 Landkreisen und Kommunen, rund 60 Prozent hält der Eon-Konzern.
„Das gute Jahresergebnis ist die Grundlage dafür, dass wir die Energiewende in der Region weiter verlässlich voranbringen können: mit gezieltem Netzausbau, hoher Versorgungssicherheit und Augenmaß bei den Kosten“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Matthias Boxberger das Jahresergebnis von Avacon mit Sitz im niedersächsischen Helmstedt bei der Hauptversammlung.
641 Millionen Euro investierte die Unternehmensgruppe 2025 – rund 90 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ein Großteil hiervon entfiel auf den Aus- und Umbau der Energienetze sowie die Digitalisierung. Innerhalb von fünf Jahren hat Avacon das jährliche Investitionsvolumen nach eigenen Angaben fast verdoppelt. Bis 2030 sind Investitionen von rund 4 Milliarden Euro geplant.
Rekordinvestitionen in Netze und Digitalisierung
Bereits heute sind rund 980 digitale Ortsnetzstationen im Einsatz. Und mit einer Rolloutquote von 30 Prozent bei Smart Metern liege man, wie es weiter heißt, deutlich über den gesetzlichen Vorgaben: Von 1,1 Millionen Messstellen sind demnach bereits 60 Prozent umgerüstet.
Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien verzeichnet Avacon eine hohe Dynamik. Rund 35.000 neue Erzeugungsanlagen wurden 2025 angeschlossen. Treiber bleibt die Photovoltaik mit einem Zuwachs von rund 25 Prozent. Insgesamt speisen heute rund 155.000 Anlagen 21,7 Milliarden kWh Strom aus regenerativen Quellen ein. Die bilanzielle Grünstromquote liegt bei 235 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Der Fokus muss darauf liegen, dass Erneuerbaren-Ausbau und Netzausbau deutlich besser verzahnt werden“, fordert Boxberger.
Gleichzeitig verzeichnet Avacon eine hohe Zahl weiterer Anschlussanfragen. Dem Unternehmen liegen aktuell rund 3.000 Anfragen für Batteriespeicher und 130 Anfragen von Industriekunden vor. Netzanschlusskapazitäten werden damit zunehmend zum Engpassfaktor. Als Herausforderung sieht das Unternehmen vor allem die fehlende Synchronisation bei Erzeugungsprojekten, Speichern und Netzausbau, die häufig unterschiedlichen Zeitplänen folgen. Ein langfristiger Netzausbauplan, der die Perspektiven für Netzanschlüsse von Kunden für die nächsten Jahre aufzeigt, soll hier Abhilfe schaffen.
Der Versorgungsbereich von Avacon erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen und umfasst große Teile Niedersachsens und Sachsen-Anhalts.
„Das gute Jahresergebnis ist die Grundlage dafür, dass wir die Energiewende in der Region weiter verlässlich voranbringen können: mit gezieltem Netzausbau, hoher Versorgungssicherheit und Augenmaß bei den Kosten“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Matthias Boxberger das Jahresergebnis von Avacon mit Sitz im niedersächsischen Helmstedt bei der Hauptversammlung.
641 Millionen Euro investierte die Unternehmensgruppe 2025 – rund 90 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ein Großteil hiervon entfiel auf den Aus- und Umbau der Energienetze sowie die Digitalisierung. Innerhalb von fünf Jahren hat Avacon das jährliche Investitionsvolumen nach eigenen Angaben fast verdoppelt. Bis 2030 sind Investitionen von rund 4 Milliarden Euro geplant.
Rekordinvestitionen in Netze und Digitalisierung
Bereits heute sind rund 980 digitale Ortsnetzstationen im Einsatz. Und mit einer Rolloutquote von 30 Prozent bei Smart Metern liege man, wie es weiter heißt, deutlich über den gesetzlichen Vorgaben: Von 1,1 Millionen Messstellen sind demnach bereits 60 Prozent umgerüstet.
Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien verzeichnet Avacon eine hohe Dynamik. Rund 35.000 neue Erzeugungsanlagen wurden 2025 angeschlossen. Treiber bleibt die Photovoltaik mit einem Zuwachs von rund 25 Prozent. Insgesamt speisen heute rund 155.000 Anlagen 21,7 Milliarden kWh Strom aus regenerativen Quellen ein. Die bilanzielle Grünstromquote liegt bei 235 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Der Fokus muss darauf liegen, dass Erneuerbaren-Ausbau und Netzausbau deutlich besser verzahnt werden“, fordert Boxberger.
Gleichzeitig verzeichnet Avacon eine hohe Zahl weiterer Anschlussanfragen. Dem Unternehmen liegen aktuell rund 3.000 Anfragen für Batteriespeicher und 130 Anfragen von Industriekunden vor. Netzanschlusskapazitäten werden damit zunehmend zum Engpassfaktor. Als Herausforderung sieht das Unternehmen vor allem die fehlende Synchronisation bei Erzeugungsprojekten, Speichern und Netzausbau, die häufig unterschiedlichen Zeitplänen folgen. Ein langfristiger Netzausbauplan, der die Perspektiven für Netzanschlüsse von Kunden für die nächsten Jahre aufzeigt, soll hier Abhilfe schaffen.
Der Versorgungsbereich von Avacon erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen und umfasst große Teile Niedersachsens und Sachsen-Anhalts.
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 08.05.2026, 08:35 Uhr
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