Quelle: Fotolia steevy84
E&M VOR 20 JAHREN:
Grüne Energie im Hamburger Volkspark
2006 wurde in Hamburg eine thermische Energieerzeugungsanlage ans Netz angeschlossen. Auch der Fussballverein Hamburger SV profitierte davon.
2006 ging eine neue Müllverbrennungsanlage in Hamburg in Betrieb. Allerdings wurde die Anlage auf dem Gelände der Stadtreinigung
Hamburg an der Schnackenburgallee Ende 2018 wieder stillgelegt. Grund war laut Stadtreinigung ein altersbedingter hoher Verschleiß
der damals knapp 13 Jahre alten Anlage. E&M berichtete im Mai 2006 über die Inbetriebnahme.
Die Hamburger AOL Arena (heute wieder Volksparkstadion. Anm. d. Red.) wird von so manchem St. Pauli-Fan herabwürdigend als „Stadion an der Müllverbrennungsanlage“ bezeichnet. Das könnte sich ändern: Seit Mai 2006 ist im Bahrenfelder Volkspark auch eine Biogasanlage in Betrieb.
Die Müllverbrennungsanlage (MVA) Stellinger Moor der Stadtreinigung Hamburg (SRH) speist jährlich rund 58 Mio. kWh Wärme in das Fernwärmenetz der Eon Hanse AG. Daran angeschlossen ist nicht nur die Heimstätte des HSV - in der vier Gruppenspiele und ein Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden - sondern auch die Color Line Arena und etwa 12 000 Haushalte im Stadtteil Stellingen.
Durch die energetische Verwertung von organischen Abfällen sollen künftig zusätzlich knapp 7 Mio. kWh Wärme pro Jahr - sowie 6,7 Mio. kWh Strom - gewonnen und über einen Abzweig in das Fernwärmenetz geleitet werden. Die von der Gelsenkirchener Hese Umwelt GmbH geplante und errichtete Biogasanlage ist auf überlagerte Lebensmittel aus dem Einzelhandel, Abfälle aus der Milch- und Saftproduktion, altes Fett von Kantinen und Großküchen sowie verfaultes Obst und Gemüse ausgelegt.
Mit einer speziellen Vorbehandlungsstufe können sogar verpackte Bioabfälle - beispielsweise Lebensmittel in Dosen mit abgelaufenem Verfallsdatum - aufbereitet werden, erklärt Jörn Franck, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Biowerk Hamburg GmbH: „So kann die Anlage auch Abfälle nutzen, die in anderen Biogasanlagen nicht verarbeitet werden können“. Ein Mangel an Biomüll ist künftig nicht zu befürchten. „Ab dem 1. November greift das EU-weite Fütterungsverbot für Speiseabfälle, damit eröffnet sich eine zusätzliche Quelle, die etwa die Hälfte der 20 000 Tonnen Bioabfälle ausmacht, die wir jährlich vergären“, so Franck.
Aus den Speiseabfällen wird im Fermenter bei einer Temperatur von 38°C stündlich etwa 330 m3 Biogas mit einem Methangehalt von 65 % gewonnen. Nach der Trocknung und Entschwefelung treibt das Gas ein Deutz-Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 1 050 kW elektrischer und 1 100 kW thermischer Leistung an. Die nach der Vergärung übrig gebliebenen Reststoffe werden in der MVA verbrannt. Rund 5 Mio. Euro kostete die Biogasanlage.
Für diesen Beitrag zu einer klimaneutralen Weltmeisterschaft im Rahmen des Umweltprogramms Green Goal wurde die Biowerk GmbH sowie die Hansestadt Hamburg vom Fußball-Weltverband FIFA ausgezeichnet. An der Betreibergesellschaft ist die Stadtreinigung Hamburg Beteiligungsgesellschaft (47,5 %), die BioCycling GmbH (47,5 %) - eine Tochter des Entsorgungsunternehmens Karl Meyer - und die EHT Umwelttechnik Hamburg (5 %) beteiligt.
Die Hamburger AOL Arena (heute wieder Volksparkstadion. Anm. d. Red.) wird von so manchem St. Pauli-Fan herabwürdigend als „Stadion an der Müllverbrennungsanlage“ bezeichnet. Das könnte sich ändern: Seit Mai 2006 ist im Bahrenfelder Volkspark auch eine Biogasanlage in Betrieb.
Die Müllverbrennungsanlage (MVA) Stellinger Moor der Stadtreinigung Hamburg (SRH) speist jährlich rund 58 Mio. kWh Wärme in das Fernwärmenetz der Eon Hanse AG. Daran angeschlossen ist nicht nur die Heimstätte des HSV - in der vier Gruppenspiele und ein Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden - sondern auch die Color Line Arena und etwa 12 000 Haushalte im Stadtteil Stellingen.
Durch die energetische Verwertung von organischen Abfällen sollen künftig zusätzlich knapp 7 Mio. kWh Wärme pro Jahr - sowie 6,7 Mio. kWh Strom - gewonnen und über einen Abzweig in das Fernwärmenetz geleitet werden. Die von der Gelsenkirchener Hese Umwelt GmbH geplante und errichtete Biogasanlage ist auf überlagerte Lebensmittel aus dem Einzelhandel, Abfälle aus der Milch- und Saftproduktion, altes Fett von Kantinen und Großküchen sowie verfaultes Obst und Gemüse ausgelegt.
Mit einer speziellen Vorbehandlungsstufe können sogar verpackte Bioabfälle - beispielsweise Lebensmittel in Dosen mit abgelaufenem Verfallsdatum - aufbereitet werden, erklärt Jörn Franck, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Biowerk Hamburg GmbH: „So kann die Anlage auch Abfälle nutzen, die in anderen Biogasanlagen nicht verarbeitet werden können“. Ein Mangel an Biomüll ist künftig nicht zu befürchten. „Ab dem 1. November greift das EU-weite Fütterungsverbot für Speiseabfälle, damit eröffnet sich eine zusätzliche Quelle, die etwa die Hälfte der 20 000 Tonnen Bioabfälle ausmacht, die wir jährlich vergären“, so Franck.
Aus den Speiseabfällen wird im Fermenter bei einer Temperatur von 38°C stündlich etwa 330 m3 Biogas mit einem Methangehalt von 65 % gewonnen. Nach der Trocknung und Entschwefelung treibt das Gas ein Deutz-Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 1 050 kW elektrischer und 1 100 kW thermischer Leistung an. Die nach der Vergärung übrig gebliebenen Reststoffe werden in der MVA verbrannt. Rund 5 Mio. Euro kostete die Biogasanlage.
Für diesen Beitrag zu einer klimaneutralen Weltmeisterschaft im Rahmen des Umweltprogramms Green Goal wurde die Biowerk GmbH sowie die Hansestadt Hamburg vom Fußball-Weltverband FIFA ausgezeichnet. An der Betreibergesellschaft ist die Stadtreinigung Hamburg Beteiligungsgesellschaft (47,5 %), die BioCycling GmbH (47,5 %) - eine Tochter des Entsorgungsunternehmens Karl Meyer - und die EHT Umwelttechnik Hamburg (5 %) beteiligt.
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Sonntag, 17.05.2026, 14:05 Uhr
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