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Enerige & Management > Wärmemarkt - Gradtagszahlen: Der April macht mit dem Heizbedarf, was er will
Quelle: Fotolia / sasel77
WÄRMEMARKT:
Gradtagszahlen: Der April macht mit dem Heizbedarf, was er will
Im April 2026 musste durchgehend wesentlich mehr geheizt werden als im April 2025. Das legen die Gradtagszahlen nahe.
 
Die Gradtagszahlen des April 2026 lagen laut der aktuellen Veröffentlichung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den fünf vom EID erfassten deutschen Großstädten um 40 bis 102 Kelvintage höher als im April 2025. In Berlin-Tempelhof erhöhten sich die Gradtage mit weitem Abstand am meisten und erreichten 315,8 Kelvintage. In Frankfurt am Main steigerte sich der Heizbedarf am geringsten und war auch nominell am geringsten, er landete bei 223,2 Kelvintagen. Die höchsten Gradtagszahlen hatte Hamburg-Fuhlsbüttel mit 329,8 Kelvintagen.

Im Vergleich zum April-Durchschnitt zurück bis 2018 liegen Essen, Hamburg und München nur noch leicht darüber, Frankfurt am Main sogar etwas darunter. Der April 2026 taugt in dieser Zeitspanne weder zu Milde- noch zu Kälterekorden. Die einen sind nach wie vor dem April 2018 zuzuordnen, die anderen dem April 2021. 

Wird der Gasverbrauch nur einmal im Jahr abgelesen, wird er nach den Gradtagen auf die Monate verteilt, damit sich unterjährige Vertragsanpassungen verbrauchsgerecht zuordnen lassen.
 
Die Gradtagszahlen vom April 2026 in fünf deutschen Großstädten im Vergleich zum Vorjahresmonat und zum Schnitt, zum Maximum und zum Minimum der Aprilmonate seit 2018
(zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: DWD / Matflixx

Gradtagszahlen sind ein täglich in Kelvintagen erhobenes und auf Monate kumuliertes Maß für den monatlichen Heizbedarf, so der DWD. Sie sind die Differenz der Norm-Innentemperatur im Wohnhaus von 20 Grad Celsius und der örtlichen Außentemperatur. Bei Außentemperaturen von mindestens +15 Grad Celsius lautet die Gradtagszahl auf null.
 

Georg Eble
Redakteur
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Donnerstag, 07.05.2026, 14:49 Uhr

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