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Enerige & Management > E&M Vor 20 Jahren - Frankreich beschließt Atommüll-Endlager
Quelle: Pixabay / Markus Distelrath
E&M VOR 20 JAHREN:
Frankreich beschließt Atommüll-Endlager
Das französische Parlament hat im Mai 2006 den Bau eines Endlagers für hochradioaktiven Abfall beschlossen. Genehmigt ist es bis heute noch nicht.
 
Ab 2025 soll der in Frankreich anfallende Atommüll in unterirdischen Stollen deponiert werden. Der Standort für das Endlager ist noch offen und soll bis 2015 festgelegt werden. Bekräftigt wurde darüber hinaus das Verbot, ausländischen Atommüll dauerhaft in Frankreich zu lagern.

Im lothringischen Bure betreibt Frankreich bereits ein Forschungslabor, das die Möglichkeiten der Endlagerung erforscht. Kernkraft-Gegner befürchten, dass an diesem Standort, rund 200 km von der deutschen Grenze entfernt, das Endlager errichtet werden soll.

Für das Endlager bestimmt ist hochradioaktives Material, das rund 0,2 % des französischen Atommülls ausmacht, aber mehr als 90 % der gesamten Radioaktivität ausstrahlt.

Bislang werden die Abfälle der 59 französischen Kernkraftwerke mit insgesamt 63.073 MW Nettoleistung in Zwischenlagern an der Erdoberfläche deponiert. Die Kosten der Endlagerung werden vom französischen Industrieministerium für die ersten hundert Jahre auf etwa 15 Mrd. Euro geschätzt.
 

Michael Pecka
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