• Schleswig-Holstein bei PV-Anfragen pro Kopf vorn
  • Neue Kapitalverzinsung WACC auf 2027 verschoben
  • Erstmals seit 2022 dreistellige PPA-Preise erzielbar
  • Verband fordert schnelleren Ausbau von Wasserstoffspeichern
  • Fossile Abhängigkeit kostet viele Milliarden
  • Stromsystem braucht neue Marktregeln und mehr Resilienz
  • Deutsche Windtechnik zurück bei Alpha Ventus
  • Wenn der Netzanschluss die Investition begrenzt
  • Kollege Roboter soll das Stromnetz inspizieren
  • Was wird aus dem zweiten Loop in Geretsried?
Enerige & Management > Klimaschutz - CO2-Preis fundamental nicht gerechtfertigt
Quelle: Fotolia / frenta
KLIMASCHUTZ:
CO2-Preis fundamental nicht gerechtfertigt
Eine extrem große Unsicherheit des CO2-Marktes sieht Marcus Ferdinand, Chief Analyst Officer beim norwegischen Datendienstleister Veyt.
 
Es seien vor allem politische Impulse, die den CO2-Preis aktuell beeinflussen, wie Marcus Ferdinant erklärt. Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz eine Überarbeitung oder Verschiebung des europäischen CO2-Handelssystems ins Spiel gebracht, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhöhen (wir berichteten).

Aus Sicht von Ferdinand überbewertet der Markt allerdings die jüngsten politischen Aussagen. Der Analyst erklärt: „Die Unsicherheit treibt den Preis nach unten. Wir brauchen eine rationalere Politikdebatte, um den Markt nach vorne zu bringen.“ Die Versuche von Industrie-Stakeholdern, den Emissionshandel zu verwässern, seien nicht vereinbar mit dem Klimaziel für 2040. Fundamental sei der aktuelle Preis nicht gerechtfertigt. „Der Markt ist extrem eng und eigentlich bullish“, sagte Ferdinand. Allerdings habe zurzeit das kurzfristige bearishe Sentiment die Oberhand.
 

Silvia Rausch-Becker
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 13.02.2026, 11:39 Uhr

Mehr zum Thema