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STATISTIK:
CO2-Emissionen sinken langsamer
Die im europäischen Emissionshandelssystem erfassten deutschen Erzeugungsanlagen haben 2025 ihren CO2-Ausstoß weiter reduziert. Das Tempo hat sich dabei verlangsamt.
Die Treibhausgasemissionen der deutschen Industrie- und Energieanlagen im Europäischen Emissionshandel (EU-ETS 1) sind 2025
erneut gesunken. Dies teilte die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (UBA) mit.
Die im EU-ETS 1 erfassten knapp 1.800 Anlagen in Deutschland stießen rund 264 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente aus, was einem Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings hat sich das Tempo der Emissionsminderung deutlich verlangsamt. 2024 hatte der Rückgang noch 5,5 Prozent betragen.
Den größten Anteil an den Emissionen hat weiterhin die Energiewirtschaft. Dort gingen die Emissionen 2025 um rund 2 Prozent auf etwa 167 Millionen Tonnen CO2 zurück. Damit wurde zwar der niedrigste Wert seit Einführung des Emissionshandels im Jahr 2005 erreicht, der Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr.
Höhere Emissionen aus Steinkohle- und Erdgaskraftwerken, eine schwächere Stromproduktion aus Wind- und Wasserkraft sowie rückläufige Nettoimporte bremsten den Emissionsrückgang, heißt es von Seiten der Behörde. Letzteres bedeutet, dass weniger Strom aus dem Ausland bezogen wurde. Deshalb musste mehr Strom im Inland erzeugt werden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag 2025 bei rund 55 Prozent und damit nur leicht über dem Vorjahresniveau.
CO2-Rückgang bei Industrieanlagen höher
In der Industrie gingen die Emissionen stärker zurück. Die energieintensiven Anlagen verursachten rund 97 Millionen Tonnen CO2 und damit 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders deutliche Rückgänge verzeichneten die Eisen- und Stahlindustrie, die Kalkindustrie sowie die Papier- und Zellstoffbranche. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist dies auf die weiterhin schwache Konjunktur zurückzuführen.
UBA-Präsident Dirk Messner verweist darauf, dass der Emissionshandel grundsätzlich erfolgreich sei. „Der Emissionshandel hat sich seit seiner Einführung 2005 Schritt für Schritt zum zentralen Klimaschutzinstrument in Deutschland und Europa entwickelt. Die erfassten Emissionen haben sich in den letzten 20 Jahren ungefähr halbiert.“
Neben Energie und Industrie ist auch der Luftverkehr vom Emissionshandel erfasst. Die Emissionen der von Deutschland verwalteten Luftfahrzeugbetreiber sanken um 2,2 Prozent auf rund 8,8 Millionen Tonnen CO2. Damit endete laut Umweltbundesamt der seit 2021 anhaltende Wachstumstrend. Die Emissionen liegen nun wieder auf dem Niveau des Jahres 2019.
Insgesamt blieben die deutschen Treibhausgasemissionen im abgelaufenen Jahr 2025 nahezu unverändert. Nach vorläufigen Angaben des Umweltbundesamtes lagen sie bei 649 Millionen Tonnen CO2 und damit nur 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Rückgänge im Emissionshandel wurden durch höhere Emissionen im Gebäude- und Verkehrssektor weitgehend ausgeglichen. (sag)
Die im EU-ETS 1 erfassten knapp 1.800 Anlagen in Deutschland stießen rund 264 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente aus, was einem Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings hat sich das Tempo der Emissionsminderung deutlich verlangsamt. 2024 hatte der Rückgang noch 5,5 Prozent betragen.
Den größten Anteil an den Emissionen hat weiterhin die Energiewirtschaft. Dort gingen die Emissionen 2025 um rund 2 Prozent auf etwa 167 Millionen Tonnen CO2 zurück. Damit wurde zwar der niedrigste Wert seit Einführung des Emissionshandels im Jahr 2005 erreicht, der Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr.
Höhere Emissionen aus Steinkohle- und Erdgaskraftwerken, eine schwächere Stromproduktion aus Wind- und Wasserkraft sowie rückläufige Nettoimporte bremsten den Emissionsrückgang, heißt es von Seiten der Behörde. Letzteres bedeutet, dass weniger Strom aus dem Ausland bezogen wurde. Deshalb musste mehr Strom im Inland erzeugt werden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag 2025 bei rund 55 Prozent und damit nur leicht über dem Vorjahresniveau.
CO2-Rückgang bei Industrieanlagen höher
In der Industrie gingen die Emissionen stärker zurück. Die energieintensiven Anlagen verursachten rund 97 Millionen Tonnen CO2 und damit 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders deutliche Rückgänge verzeichneten die Eisen- und Stahlindustrie, die Kalkindustrie sowie die Papier- und Zellstoffbranche. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist dies auf die weiterhin schwache Konjunktur zurückzuführen.
UBA-Präsident Dirk Messner verweist darauf, dass der Emissionshandel grundsätzlich erfolgreich sei. „Der Emissionshandel hat sich seit seiner Einführung 2005 Schritt für Schritt zum zentralen Klimaschutzinstrument in Deutschland und Europa entwickelt. Die erfassten Emissionen haben sich in den letzten 20 Jahren ungefähr halbiert.“
Neben Energie und Industrie ist auch der Luftverkehr vom Emissionshandel erfasst. Die Emissionen der von Deutschland verwalteten Luftfahrzeugbetreiber sanken um 2,2 Prozent auf rund 8,8 Millionen Tonnen CO2. Damit endete laut Umweltbundesamt der seit 2021 anhaltende Wachstumstrend. Die Emissionen liegen nun wieder auf dem Niveau des Jahres 2019.
Insgesamt blieben die deutschen Treibhausgasemissionen im abgelaufenen Jahr 2025 nahezu unverändert. Nach vorläufigen Angaben des Umweltbundesamtes lagen sie bei 649 Millionen Tonnen CO2 und damit nur 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Rückgänge im Emissionshandel wurden durch höhere Emissionen im Gebäude- und Verkehrssektor weitgehend ausgeglichen. (sag)
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 08.07.2026, 16:21 Uhr
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