
Quelle: Fotolia / nmann77
FINANZIERUNG:
Bürgergeld fließt in Karlsruher Fernwärmeausbau
Die Stadtwerke Karlsruhe haben gemeinsam mit der Sparkasse Karlsruhe ein Beteiligungsmodell erfolgreich abgeschlossen, um den städtischen Fernwärmeausbau zu finanzieren.
Die Bürger der Stadt am Rhein konnten im Rahmen einer fünfjährigen Festgeldanlage Beträge zwischen 1.000 und 25.000 Euro anlegen. Innerhalb kurzer Zeit kamen so über 9 Millionen Euro zusammen, wie die Stadtwerke Karlsruhe mitteilen. Die Sparkasse hatte den Stadtwerken ein entsprechendes Darlehen
zur Verfügung gestellt, das nun vollständig in den Ausbau des Wärmenetzes fließen soll.
Mit dem Projekt hat der regionale Versorger eine neue Form der Bürgerbeteiligung in der Energieinfrastruktur umgesetzt. Ziel war es, privates Kapital in den Transformationsprozess der kommunalen Wärmeversorgung einzubinden. Die Stadtwerke wollen damit nicht nur zusätzliche Investitionsmittel gewinnen, sondern auch die Bevölkerung aktiv in die Wärmewende einbinden.
2,5 Prozent Zinsen bei fünf Jahren Laufzeit
Die angebotene Festgeldanlage sah einen jährlichen Zinssatz von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren vor. Nach Angaben der Stadtwerke überzeugte vor allem die „Kombination aus sicherer Verzinsung und regionaler Wirksamkeit“. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolgte über die Sparkasse.
Michael Homann sieht in dem Ergebnis das große Interesse der Bevölkerung an einer aktiven Rolle in der Wärmewände: „Die Kombination aus attraktiver Geldanlage und direkter Beteiligung an der lokalen Wärmewende war für die Anlegerinnen und Anleger überzeugend“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke.
Jürgen Schmidt, kaufmännischer Prokurist bei den Stadtwerken, verweist auf das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Kooperationspartnern. Nur auf dieser Grundlage habe das Modell umgesetzt werden können. Seiner Ansicht nach, sei das Projekt ein Beleg dafür, dass Finanzanlage und ökologische Zielsetzungen zusammengebracht werden können.
Der Fernwärmeausbau ist Teil der Karlsruher Klimastrategie. Bereits heute setzen die Stadtwerke auf eine Kombination aus industrieller Abwärme, Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Quellen. Die aktuelle Netzlänge liegt bei über 230 Kilometer. Dies stellt eine erhebliche Erweiterung dar, da das Karlsruher Fernwärmenetz im Jahr 2010 noch 180 Kilometer umfasste, wie Homann im Rahmen der BDEW-Stadtwerkestudie 2024 erklärte. Der weitere Ausbau des Netzes soll langfristig den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren.
Mit der nun abgeschlossenen Beteiligungsaktion setzen die Stadtwerke Karlsruhe ein weiteres Signal für bürgernahe Infrastrukturfinanzierung. Ob ähnliche Modelle künftig auch für andere Projekte – etwa in der Strom- oder Wasserinfrastruktur – zum Einsatz kommen könnten, ist offen, wird von den Verantwortlichen aber nicht ausgeschlossen.
Mit dem Projekt hat der regionale Versorger eine neue Form der Bürgerbeteiligung in der Energieinfrastruktur umgesetzt. Ziel war es, privates Kapital in den Transformationsprozess der kommunalen Wärmeversorgung einzubinden. Die Stadtwerke wollen damit nicht nur zusätzliche Investitionsmittel gewinnen, sondern auch die Bevölkerung aktiv in die Wärmewende einbinden.
2,5 Prozent Zinsen bei fünf Jahren Laufzeit
Die angebotene Festgeldanlage sah einen jährlichen Zinssatz von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren vor. Nach Angaben der Stadtwerke überzeugte vor allem die „Kombination aus sicherer Verzinsung und regionaler Wirksamkeit“. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolgte über die Sparkasse.
Michael Homann sieht in dem Ergebnis das große Interesse der Bevölkerung an einer aktiven Rolle in der Wärmewände: „Die Kombination aus attraktiver Geldanlage und direkter Beteiligung an der lokalen Wärmewende war für die Anlegerinnen und Anleger überzeugend“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke.
Jürgen Schmidt, kaufmännischer Prokurist bei den Stadtwerken, verweist auf das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Kooperationspartnern. Nur auf dieser Grundlage habe das Modell umgesetzt werden können. Seiner Ansicht nach, sei das Projekt ein Beleg dafür, dass Finanzanlage und ökologische Zielsetzungen zusammengebracht werden können.
Der Fernwärmeausbau ist Teil der Karlsruher Klimastrategie. Bereits heute setzen die Stadtwerke auf eine Kombination aus industrieller Abwärme, Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Quellen. Die aktuelle Netzlänge liegt bei über 230 Kilometer. Dies stellt eine erhebliche Erweiterung dar, da das Karlsruher Fernwärmenetz im Jahr 2010 noch 180 Kilometer umfasste, wie Homann im Rahmen der BDEW-Stadtwerkestudie 2024 erklärte. Der weitere Ausbau des Netzes soll langfristig den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren.
Mit der nun abgeschlossenen Beteiligungsaktion setzen die Stadtwerke Karlsruhe ein weiteres Signal für bürgernahe Infrastrukturfinanzierung. Ob ähnliche Modelle künftig auch für andere Projekte – etwa in der Strom- oder Wasserinfrastruktur – zum Einsatz kommen könnten, ist offen, wird von den Verantwortlichen aber nicht ausgeschlossen.

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Mittwoch, 02.04.2025, 12:50 Uhr
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